Einfach zur PV-Anlage auf dem Dach: Hausbesitzer senden Fotos vom Dach an den Kundenberater. In wenigen Minuten wird per KI die passende Solaranlage geplant. Anschließend kommt es zum Beratungsgespräch über ein Videotelefonat. Im dritten Schritt überprüft ein Monteur vor Ort, ob alle Maße stimmen.

Einfach zur PV-Anlage auf dem Dach: Hausbesitzer senden Fotos vom Dach an den Kundenberater. In wenigen Minuten wird per KI die passende Solaranlage geplant. Anschließend kommt es zum Beratungsgespräch über ein Videotelefonat. Im dritten Schritt überprüft ein Monteur vor Ort, ob alle Maße stimmen.

Bild: © tl6781/AdobeStock

Ab diesem Monat gibt es weniger Geld für diejenigen, die mit einer eigenen Solaranlage am Haus Strom ins Netz einspeisen. Für Photovoltaikanlagen auf Dächern und Fassaden, die ab dem 1. August in Betrieb gehen, werden die Einspeisevergütungen gesenkt.

Nach Angaben der Bundesnetzagentur beträgt dieser staatlich festgelegte Preis bei Anlagen mit einer installierten Leistung bis 10 Kilowatt nun 8,03 Cent pro Kilowattstunde (kWh), zuvor waren es 8,11 Cent. Das gilt für Betreiber, die den Strom zu einem Teil selbst nutzen und zum anderen Teil einspeisen. Bei einer Volleinspeisung sinkt der Preis von 12,87 Cent auf künftig 12,73 Cent.

Anpassung an Modulpreise

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands für Solarwirtschaft (BSW), geht davon aus, dass sich diese Veränderung nicht negativ auf die Nachfrage nach Solaranlagen auswirken wird. Ein wichtigerer Faktor als die Förderhöhe aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sei die Höhe der Einsparungen von Stromkäufen beim Energieversorger. Eigener Strom sei deutlich preiswerter, so Körnig. Die Kosten des eigenen Stroms würden bei nur einem Drittel bis maximal der Hälfte der üblichen Tarifkosten liegen.

Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums erklärte auf Anfrage, dass die Förderungssumme des EEG deshalb sinke, weil sie sich an die Anschaffungskosten der Solaranlagen anpasse. Körnig bestätigte, die Preise seien in den vergangenen Monaten spürbar gesunken.

Nachfrage schwächelt

Tatsächlich gibt es Anzeichen, dass das Geschäft mit privaten PV-Aufdachanlagen derzeit schwächelt. So ergab eine Umfrage des Branchenmagazins "pv magazine" unter 550 Installateuren im März, dass mehr als zwei Drittel in den vergangenen Monaten einen deutlichen Rückgang der Nachfrage verzeichneten. Allerdings könnte dies auch auf einen höheren Wettbewerb und eine Marktbereinigung zurückzuführen sein.

Einen weiteren Hinweis gibt die Solarindustrie: Zwischen Januar und Mai 2024 sank der Wert der eingeführten Solarzellen und Solarmodule im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich um rund 12 Prozent, wie das Statistische Bundesamt kürzlich mitteilte. Auch die Anzahl der in Deutschland hergestellten Solarmodule ging im ersten Quartal drastisch zurück. (jk mit dpa)

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