Downing Street 10, der Amtssitz des britischen Premierministers

Downing Street 10, der Amtssitz des britischen Premierministers

Bild: © Adobe Stock/pcruciatti

Britische Haushalte sollen künftig einen staatlichen Zuschuss von 5000 Pfund (rund 5910 Euro) erhalten, wenn sie ihre Gasboiler gegen klimafreundlichere Wärmepumpen eintauschen. Die Zuschüsse, die ab kommenden April in England und Wales verfügbar sein sollen, sind Teil einer Reihe von klimapolitischen Maßnahmen, die die britische Regierung am Dienstag vor der Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow angekündigt hat. Die Millionen oft schlecht isolierten, mit Gas beheizten Häuser sorgten in den vergangenen Jahren für rund ein Fünftel von Großbritanniens CO2-Emissionen.

Premierminister Boris Johnson schrieb in einem Gastbeitrag in der «Sun», man wolle den Einbau von Wärmepumpen bezahlbarer machen, damit sie für Hausbesitzer und Vermieter die sinnvollere Lösung seien. Es werde aber nicht dazu kommen, dass «die Grünhemden von der Boiler-Polizei mit ihren Sandalen-bekleideten Füßen die Tür eintreten», um den alten Boiler zu entfernen.

Keine neuen Gaspumpen mehr

Den Plänen der Regierung zufolge sollen zudem ab 2035 keine neuen Gaspumpen mehr eingebaut werden. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass es sich dabei nicht um ein Verbot handelt, sondern lediglich um eine Absichtserklärung. Außerdem halten Organisationen wie Greenpeace oder Friends of the Earth die staatliche Unterstützung, für die London über die nächsten drei Jahre 450 Millionen Pfund einplant, für unzureichend. Einem BBC-Bericht zufolge kostet der Umstieg auf eine Wärmepumpe je nach Haushaltsgröße 6000 bis 18.000 Pfund (rund 21.275 Euro). (dpa/amo)

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