Zusätzlich zur Emissionsreduktion muss Kohlendioxid aus der Atmospähre entfernt werden, fordern die drei Unternehmen von der EU.

Zusätzlich zur Emissionsreduktion muss Kohlendioxid aus der Atmospähre entfernt werden, fordern die drei Unternehmen von der EU.

Bild: © artjazz/AdobeStock

"Obwohl sich die Versorgungssicherheit in der EU verbessert hat, muss die Nachfrage weiter gesenkt werden, um ausreichende Gasspeicher für den nächsten Winter zu sichern", teilten die Länder mit.

Der Notfallplan war 2022 als Reaktion auf die durch den russischen Angriffskrieg verursachte Energiekrise in Kraft getreten und sollte ursprünglich bis Ende März 2023 gelten. Dann hatten sich die EU-Energieminister auf eine Verlängerung des Notfallplans bis März dieses Jahres geeinigt. Die nun beschlossene erneute Verlängerung muss noch formal angenommen werden.

Gaspreis fällt seit Monaten

In den vergangenen Monaten ist der Gaspreis aufgrund der milden Witterung und einer rückläufigen Gasnachfrage kontinuierlich gesunken. Für die EU sei die Krise noch nicht ausgestanden: Zwar hätten sich die Aussichten der EU im Energiebereich verbessert, es seien aber weiterhin Einsparungen erforderlich. "Kontinuierliche Gaseinsparungen werden dazu beitragen, die derzeitige Marktstabilität zu erhalten und zu verbessern", hieß es.

Ähnlich sieht es die Bundesregierung, die die Gasversorgungslage weiterhin für angespannt hält. Man beabsichtige derzeit nicht, die seit Sommer 2022 geltenden Alarmstufe des Notfallplans Gas zu beenden, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium vergangene Woche in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage.

Weitere Importkapazitäten seien ebenfalls notwendig. Dazu zähle die Inbetriebnahme des umstrittenen Rügener LNG-Terminals. "als wesentliche und notwendige Versicherung gegen eine mögliche Gasverknappung oder gar einen Gasmangel".

EU-weite Gaseinsparung bei 18 Prozent

Zwischen August 2022 und Dezember 2023 ist die Gasnachfrage in der EU nach Angaben der EU-Kommission um 18 Prozent gesunken. Die Bemühungen gingen demnach über das Einsparziel von 15 Prozent hinaus. Trotz der deutlich besseren Versorgungslage wollen die EU-Länder weiter Gas einsparen.

Die Energieministerinnen und -minister der Mitgliedstaaten verständigten sich am Montag bei einem Treffen in Brüssel darauf, den Ende des Monats auslaufenden Gas-Notfallplan um ein weiteres Jahr zu verlängern. Demnach sollen die EU-Staaten ihren Gasverbrauch weiter freiwillig um 15 Prozent unter dem Durchschnittsverbrauch des Zeitraums von April 2017 bis März 2022 halten. (am)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper