In vielen Heizungskellern ginge es effizienter: Die Brancheninitiative Zukunft Erdgas wirbt für neueste Technologie – sicher auch im Eigeninteresse, vor allem aber im Interesse der Verbraucher und der Umwelt.

In vielen Heizungskellern ginge es effizienter: Die Brancheninitiative Zukunft Erdgas wirbt für neueste Technologie – sicher auch im Eigeninteresse, vor allem aber im Interesse der Verbraucher und der Umwelt.

Bild: © Günter Havlena/pixelio.de

In ihrem "Bridge Beyond 2025 Conclusions Paper"empfehlen die Agentur der Europäischen Union für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) und der Rat der Europäischen Energieregulierungsbehörden (CEER) die Aktualisierung der europäischen Gassektorgesetze und zukunftsfähige Vorschriften, um die Dekarbonisierung des Energiesektors zu erleichtern, einen wettbewerbsfähigen Energiebinnenmarkt zu fördern und die Chancen, die sich aus der Sektorenkopplung ergeben, zu maximieren.

Das Clean Energy Package (CEP) setzt die Eckpunkte zur Dekarbonisierung des Stromsektors. ACER und CEER fordern nun weitergehende legislative Maßnahmen zur Dekarbonisierung des Gassektors und zur Kopplung des Strom- und Gassektors über das Jahr 2025 hinaus.

Flexibilität bei der Dekarbonisierung

Das Papier, das am Mittwoch in Brüssel vorgestellt wurde, folgt einer umfassenden öffentlichen Konsultation von ACER und CEER. Die öffentliche Konsultation von ACER konzentrierte sich auf Fragen, mit denen der Gassektor in Zukunft konfrontiert ist, und eine öffentliche Konsultation von CEER zu den regulatorischen Herausforderungen für einen nachhaltigen Gassektor. Die Schlussfolgerungen umfassen Dekarbonisierung, Wettbewerb, Flexibilität und Nachhaltigkeit sowie die Rolle der ACER und der nationalen Regulierungsbehörden (NRAs).

ACER und CEER sind der Ansicht, dass eine aktualisierte Gasgesetzgebung dekarbonisierte Gase definieren und kategorisieren und in bestehende Gasmärkte integrieren sollte, wobei ihre ökologischen Vorteile umfassend bewertet werden sollten. Die Regulierung sollte das Entstehen neuer Gase und Technologien ermöglichen. Zudem wird empfohlen, neue Investitionen in Erdgas im Einklang mit den Dekarbonisierungszielen der EU zu bewerten und bestehende Anlagen vor der Stilllegung - nach Rücksprache mit benachbarten Behörden und Interessengruppen - auf ihre mögliche Wiederverwendung zu prüfen.

Technologieneutrale Wettbewerbsbedingungen schaffen

ACER und CEER plädieren zudem für die Einrichtung eines dynamischen und zielgerichteten Regulierungssystems auf der Grundlage des Gaszielmodells (GTM) und der Marktüberwachung sowie für eine Analyse der nationalen Regulierungsbehörden.  Die aktualisierte Gesetzgebung sollte unter anderem auch "eine angemessene Unterscheidung zwischen Wettbewerbs- und Monopolaktivitäten", erleichtern.

ACER und CEER empfehlen in ihrem Bridge Beyond 2025 Conclusions Paper, technologieneutrale gleiche Wettbewerbsbedingungen für verschiedene Umwandlungs- und Speicheranlagen zu schaffen. Eine Gleichbehandlung bei der Kostenbewertung sowie bei der Bewertung ihrer Umweltvorteile sowie ihres Beitrags zur Versorgungssicherheit müsse gewährleistet sein. Für die Infrastrukturplanung sind die in der CEP für Strom eingeführten Verbesserungen der Netzkodizes laut ACER und CEER auch für den Gassektor erforderlich. Dies gelte insbesondere für eine bessere Regulierungsaufsicht über Unternehmen, die ein Interesse an der Förderung von Infrastrukturinvestitionen haben könnten. (hcn)

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