Die europäischen Mitgliedstaaten im Ostseeraum haben bei einer von der EU-Kommission organisierten Konferenz vereinbart, die Umweltbelastungen der Ostsee zu verringern. „Ich bin erfreut, dass so viele Regierungen der EU-Mitgliedstaaten im Ostseeraum meinem Aufruf gefolgt sind, jetzt im Sinne einer sauberen und gesunden Ostsee zu handeln. Die Probleme der Ostsee können nicht von einem Land alleine gelöst werden“, so EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius. „Wenn wir entschlossen zusammen agieren, können wir die Entwicklung noch umkehren.“
Bei der unter der Schirmherrschaft des EU-Umweltkommissars organisierten „Our Baltic Conference" haben die Minister für Umwelt, Landwirtschaft und Fischerei der EU-Mitgliedstaaten im Ostseeraum vereinbart, die Belastungen der Meeresumwelt der Ostsee zu verringern. Die Ostsee ist durch allgemeine Gefahren wie Verlust von Biodiversität und Klimawandel bedroht sowie durch bestimmte lokale Belastungen wie Eutrophierung, nicht nachhaltige Fischerei, einen hohen Verschmutzungsgrad und Abfall, insbesondere Plastikmüll.
Gemeinsame Lösungen
Da die Themen grenzübergreifend sind, vereinbarten die Minister zudem, mit betroffenen Nicht-EU-Ländern über regionale Organisationen, die die Meeresumwelt schützen, oder solchen, die sich mit Fischereiangelegenheiten befassen, zusammenzuarbeiten.
Trotz verschiedener Initiativen wie zum Beispiel die Ostsee-Schutz-Kommission (Helsinki-Kommission, HELCOM) sei die Ostsee noch weit vom Erreichen eines guten Umweltzustands entfernt, teilt die EU mit. Um dieser Situation entgegenzuwirken, sorgt die „Our Baltic Conference“ dafür, dass wichtige Anstrengungen unternommen werden, indem Silodenken überwunden und innovative Lösungen für gemeinsame Probleme der Mitgliedstaaten im Ostseeraum und der Küstengemeinden verfolgt werden. (hp)



