Das Erreichen der Ziele des Pariser Klimaabkommens benötige nachhaltige Investitionen im Energiesektor, erklärt die Europäische Investitionsbank (EIB). Als größte multilaterale Bank der Welt sei sie in der Lage diese Investitionen zu fördern und damit erheblichen Einfluss auf den Erfolg der Energiewende zu nehmen. Für die Öl-, Gas- und Kohlegewinnung sollen daher ab 2021 keine Kredite mehr vergeben werden.
Zukünftig will sich die Bank auf Nachhaltigkeit und Projekte im "Low-Carbon"-Bereich konzentrieren. Außerdem soll ein stärkerer Dialog zwischen der Bank und den Mitgliedsstaaten gefördert werden, damit die Kreditvergabe möglichst effektiv die nationalen Energie- und Klimapläne unterstützen kann.
Energiewende fördern
Die EIB will mit dem Vorhaben die Energiewende vorantreiben. Dazu gehört neben der Unterstützung von Erneuerbaren bei der Marktintegration auch eine neue Europäische Initiative zur Gebäudesanierung (EIB-R). Außerdem sollen die Investitionen in klimafreundliche Technologien steigen und der Aufbau von netzdienlicher Infrastruktur wie Speichern unterstützt werden.
Damit die neue Richtlinie in Kraft treten kann, müssen allerdings zuerst noch die EU-Finanzminister zustimmen, die im Aufsichtsgremium der Bank, dem sogenannten Rat der Gouverneure, sitzen. (pm)
