Das Bundesforschungsministerium macht Druck, dass eine ambitionierte nationale Wasserstrategie endlich auf den Weg kommt.

Das Bundesforschungsministerium macht Druck, dass eine ambitionierte nationale Wasserstrategie endlich auf den Weg kommt.

Bild: © Thomas/AdobeStock

Das Europaparlament hat sich für die Stärkung klimafreundlicher Speicherlösungen wie Wasserstoff und Hausbatterien in der Energiewende ausgesprochen. Die Abgeordneten stimmten am Freitag mit großer Mehrheit für einen entsprechenden Bericht des zuständigen Fachausschusses.

Darin wird unter anderem die Förderung der Entwicklung einer Wasserstoffwirtschaft sowie der dezentralen Speicherung in Haus- und Autobatterien verlangt, um CO2-Emissionen zu senken. Außerdem begrüßten die Parlamentarier die Ansätze der EU-Kommission, europäische Standards für Batterien zu schaffen und die Abhängigkeit von der Produktion außerhalb Europas zu verringern.

Großer Energieaufwand

Wasserstoff gilt als wichtiger Baustein für eine klimafreundliche Energieversorgung. Denn bei der Nutzung entstehen keine Treibhausgase. Allerdings muss zur Herstellung zunächst mit großem Energieaufwand Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten werden.

Klimaschonend ist dies nur, wenn dazu wiederum Strom ohne oder mit nur minimalen Treibhausgas-Emissionen während der Erzeugung verwendet wird - also zum Beispiel aus Sonne oder Wind. Da diese Quellen aber nicht konstant seien, müssten Möglichkeiten gefördert werden, um die Energie länger speichern zu können, erklärte der Ausschuss.

Europäische Wasserstoffstrategie

Die EU-Kommission hatte am Mittwoch ihre Strategie für den sogenannten grünen Wasserstoff vorgelegt. Demnach sollen mit öffentlicher Unterstützung bis 2024 die Kapazitäten auf eine Million Tonnen Wasserstoff aus erneuerbaren Energien wachsen - sechs Mal so viel wie heute. Bis 2030 sollen es zehn Millionen Tonnen sein.

Dies sei wichtig, um das Ziel eines klimaneutralen Europa bis zum Jahr 2050 zu erreichen, erklärte Kommissionsvize Frans Timmermans. Die Strategie soll Investitionen in "grünen" Wasserstoff voranbringen und dafür öffentliche und private Gelder mobilisieren. Dazu soll auch das Hunderte Milliarden Euro schwere Corona-Wiederaufbau-Programm genutzt werden, über das die EU-Staaten derzeit verhandeln. (dpa/amo)

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