Der französische Energiekonzern EDF betreibt in Frankreich 56 Kernreaktoren. Davon sind immer noch mehrere wegen Wartungsarbeiten aktuell abgeschaltet.

Der französische Energiekonzern EDF betreibt in Frankreich 56 Kernreaktoren. Davon sind immer noch mehrere wegen Wartungsarbeiten aktuell abgeschaltet.

Bild: © Olrat/Adobestock

Frankreich will beim Atomausbau Tempo machen und erwägt den Bau von acht neuen Kraftwerken bis zum Jahr 2050, bislang war von sechs Reaktoren die Rede gewesen. «Für 2050 brauchen wir acht Reaktoren zusätzlich oder die Leistung von acht zusätzlichen Reaktoren», sagte Energiewendeministerin Agnès Pannier-Runacher am Montag dem Sender France Info.

Die Leistung könne statt durch herkömmliche Kraftwerke auch aus der erforderlichen Zahl kleinerer, modularer Reaktoren gewonnen werden. «Damit wir uns richtig verstehen: Wir fügen zusätzliche Kernkraft hinzu. Sie muss 2024-2025 beschlossen werden, um 2050 wirksam zu werden.»
 

Laufzeit bestehender Kraftwerke soll erhöht werden

Gleichermaßen setze Frankreich aber auch auf den Ausbau erneuerbarer Energien, um den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase zu reduzieren, sagte die Ministerin. Grundsätzlich gehe es darum, in Frankreich ausreichend Energie zu einem erschwinglichen Preis zu produzieren. Kernenergie und erneuerbare Energien dürften dabei nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Anders als Deutschland setzt Frankreich für seine Energieversorgung und das Erreichen von Klimaschutzzielen weiter auf den Ausbau der Atomkraft. Grundsätzlich wird der Bau von 14 oder möglicherweise noch mehr neuer Kraftwerke in Erwägung gezogen. Außerdem soll die Laufzeit bestehender Kraftwerke von 40 auf 50 Jahre erhöht werden, wenn die Sicherheit dies zulässt. Bei 32 der 56 französischen AKW ist das geplant. (dpa/hoe)

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