Ursprünglich sollte die Pipeline für Erdgas aus Russland Ende dieses Jahres in Betrieb gehen. Der Bau verzögerte sich, weil bis Ende Oktober die Genehmigung einer Route um die dänische Insel Bornholm ausstand.

Ursprünglich sollte die Pipeline für Erdgas aus Russland Ende dieses Jahres in Betrieb gehen. Der Bau verzögerte sich, weil bis Ende Oktober die Genehmigung einer Route um die dänische Insel Bornholm ausstand.

Bild: © Stefan Sauer/dpa-zentralbild/dpa

Trotz drohender neuer US-Sanktionen hat sich Russland optimistisch in Bezug auf die Fertigstellung der Ostseepipeline Nord Stream 2 gezeigt. "Ich habe keine Zweifel, dass Nord Stream 2 fertiggebaut wird", sagte Vize-Außenminister Sergej Rjabkow am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge. Die im US-Verteidigungshaushalt vorgesehene Ausweitung der Strafmaßnahmen gegen das deutsch-russische Milliardenprojekt verfolge das Ziel, "das russische Gas vom Markt zu verdrängen und durch amerikanisches zu ersetzen", sagte Rjabkow.

Das US-Repräsentantenhaus hatte am Dienstagabend (Ortszeit) dem Gesetzespaket zum Verteidigungshaushalt zugestimmt. Der Senat soll noch in dieser Woche abstimmen. Damit das Gesetz in Kraft tritt, muss Präsident Donald Trump es unterzeichnen.

Pipeline zu 94 Prozent fertig

Durch die zwei jeweils rund 1200 Kilometer langen Leitungen von Nord Stream 2 sollen künftig jedes Jahr 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Russland nach Deutschland gepumpt werden. Der Bau der zu 94 Prozent fertiggestellten Pipeline war vor einem Jahr wegen US-Sanktionen gestoppt worden. Die USA begründen ihre Ablehnung des Projekts mit zu großer Abhängigkeit ihrer europäischen Partner von russischem Gas. Kritiker werfen den USA dagegen vor, nur ihr Flüssiggas in Europa besser verkaufen zu wollen. (dpa/amo)

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