In dem Pilotprojekt "DemoSATH" von RWE Renewables wird eine schwimmende Plattform für Windturbinen vor der baskischen Küste ab 2021 getestet. Sie erproben zusammen mit Saitec Offshore Technologies neue Wege, Offshore-Windparks kostengünstig in tiefen Gewässern zu errichten und zu betreiben, gab das Unternehmen bekannt.
Die SATH-Technologie basiert auf einem Katamaran-ähnlichen Schwimmkörper aus modular vorgefertigten und anschließend verspannten Betonteilen. Der Schwimmkörper richtet sich entsprechend der Wind- und Wellenrichtung um einen fixen Verankerungspunkt aus. Bei dem Projekt werden Daten gesammelt und operative Erkenntnisse aus Errichtung, Betrieb und Wartung der Anlage gewonnen. Es läuft über 3,5 Jahre: 18 Monate für Planung und Bau der Anlage und eine auf zwei Jahre ausgelegte Betriebsphase.
Die kleine schwimmende Plattform in Zahlen
Die Aufbauten sowie die 2-MW-Windturbine für den DemoSATH-Prototyp werden im Hafen von Bilbao montiert. Die Grundfläche der Konstruktion wird etwa 30 Meter breit und rund 64 Meter lang sein. Die Plattform samt Turbine wird an ihren Ankerpunkt in einem Testfeld (BIMEP) etwa drei Kilometer vor der baskischen Atlantikküste geschleppt. Der Ozean ist an dieser Stelle rund 85 Meter tief. Im Meeresboden verankerte hybride Ankerleinen aus Ketten und Kunstfaserseilen werden die schwimmende Plattform auf Position halten. Die Anlage geht voraussichtlich im dritten Quartal 2021 in Betrieb. Die im Projektverlauf erzeugte Elektrizität wird in das spanische Stromnetz eingespeist.
Anja-Isabel Dotzenrath, CEO RWE Renewables, erklärt: "Wir sehen weltweit großes Potenzial für schwimmende Windparks. Gerade in Ländern mit tieferen Küstengewässern eröffnen sich dadurch attraktive Möglichkeiten. Mit DemoSATH sammeln wir Erfahrungen mit einer innovativen Plattform-Technologie auf Betonbasis, die uns bei der Positionierung in diesem Wachstumsmarkt helfen wird." (gun)
