Fertigung von Großrohren für die Gaspipeline Nord Stream: Der Durchmesser liegt bei 1,22 Meter.

Fertigung von Großrohren für die Gaspipeline Nord Stream: Der Durchmesser liegt bei 1,22 Meter.

Bild: © Gazprom

Die SPD-Fraktion hat Grünen-Chefin Annalena Baerbock vorgeworfen, mit ihrer Kritik am Nord-Stream-2-Projekt realitätsfremd und verantwortungslos zu handeln. "Mit grünem Illusionismus versucht sie, die Menschen im Land für dumm zu verkaufen", sagte Fraktionsvize Sören Bartol der Deutschen Presse-Agentur. Es sei verantwortungslos, parallel aus Kohle und Atom auszusteigen und gleichzeitig alle Brückentechnologien abzulehnen. 

Baerbock hatte den Stopp der Stiftung in Mecklenburg-Vorpommern gefordert, die den Weiterbau von Nord Stream 2 unterstützen soll. Damit sollen angedrohte Sanktionen der USA gegen am Bau der Leitung beteiligte Firmen möglichst umgangen werden. Baerbock hatte gesagt, Nord Stream 2 werde nicht zur Sicherung der Gasversorgung gebraucht. 

Fracking-Gas als Alternative?

"Indem sie Nord Stream 2 ablehnt, macht sie den Import von schmutzigen Fracking-Gas hoffähig", kritisierte Bartol. "Das ist dann die verschwiegene Konsequenz des grünen Populismus." Gas werde als Übergang bis Mitte der 2030er Jahre nötig sein, um eine Deindustrialisierung in Deutschland zu verhindern. 

Selbstverständlich liege die Zukunft in 100 Prozent erneuerbaren Energien, betonte der SPD-Fraktionsvize. Doch Baerbocks Aussagen seien leichtfertig. Und: "Wer überall streut, sich das Kanzleramt zuzutrauen, darf in einer solchen zentralen Frage nicht leichtfertig daher reden." (dpa/amo)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper