Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, spricht während einer Sitzung auf dem UN-Klimagipfel COP28.

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, spricht während einer Sitzung auf dem UN-Klimagipfel COP28.

Bild: © Kamran Jebreili/dpa

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat bei der Weltklimakonferenz in Dubai für einen entschlossenen Ausbau von Bepreisungssystemen für Kohlendioxid geworben. «Wir alle wissen: Wenn wir die globale Erwärmung unter 1,5 Grad halten wollen, müssen wir die globalen Emissionen senken», sagte sie.

Die CO2-Bepreisung sei dabei eines der mächtigsten Werkzeuge, um klimaschädliche Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig Innovation und Wachstum zu fördern. Starke Umweltverschmutzer müssten dann einen fairen Preis zahlen und die Einnahmen könnten in den Kampf gegen den Klimawandel reinvestiert werden.

Hohe Einnahmen im EU-System

Als Positiv-Beispiel für die CO2-Bepreisung nannte von der Leyen das CO2-Bepreisungssystem in der Europäischen Union. In den 18 Jahren seit dem Start seien die von dem System abgedeckten Emissionen um fast 40 Prozent gesunken, während die Wirtschaft weiter gewachsen sei, sagte sie. «Wir haben mehr als 175 Milliarden Euro eingenommen und diese fließen ausschließlich in den Klimaschutz, in Innovationen und in Entwicklungsländer.»

Nach Angaben der deutschen Politikerin gibt es weltweit bereits 73 CO2-Bepreisungsinstrumente. Diese deckten allerdings lediglich 23 Prozent der weltweiten Emissionen ab. «Dieser Anteil muss erhöht werden», mahnte von der Leyen.

Standards für Ausgleichsprojekte

Dies werde eine schnellere Reduzierung der Emissionen ermöglichen und gleiche Wettbewerbsbedingungen für den internationalen Handel schaffen. «Lassen Sie uns daran arbeiten, einen Preis für alle CO2-Emissionen auf der Welt festzulegen», forderte sie. Zudem brauche es im Handel mit CO2-Zertifikaten gemeinsame Standards für Projekte, durch die entstandene Emissionen ausgeglichen werden sollen. (dpa/hp)

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