EasyMining und Gelsenwasser haben im Rahmen ihrer Kooperation beim Thema Phosphor-Rückgewinnung die Phosphorgewinnung Schkopau GmbH (PGS) gegründet. Vor gut einem Jahr hatten die Unternehmen einen Vertrag über die exklusive Verwendung des patentierten Ash2Phos-Verfahrens geschlossen, Ziel ist die gemeinsame Erschließung des deutschen Markts für Phosphor-Recycling aus Klärschlammasche.
Die PGS plant für das Jahr 2022 den Baubeginn einer Demonstrationsanlage im Regelbetrieb auf dem Gelände des Chemieparks Schkopau in Sachsen-Anhalt, zunächst für 30.000 Tonnen Klärschlammasche. Die Erfahrungen aus dem Betrieb der Anlage sollen in die Ausweitung des Konzepts auf weitere Standorte einfließen. Insgesamt ist ein Ausbau der Kapazitäten in Deutschland innerhalb der nächsten zehn Jahre auf 300.000 Tonnen geplant. Das entspricht etwa der Hälfte des zukünftigen Ascheaufkommens in Deutschland.
Die Vorteile
Das Ash2Phos-Verfahren garantiert laut einer Pressemeldung von Gelsenwasser „hochreine Produkte und damit eine hohe Phosphor-Qualität“. Sie können in allen Bereichen der Phosphorindustrie verwendet werden, sowohl für Dünge- als auch für Reinigungs- und sogar für Flammschutzmittel, bei denen höchste Reinheitsanforderungen bestehen.
Der Prozess führt zu einer hohen Verwertungsrate, teilt Gelsenwasser mit. Die gesetzlich geforderte Rückgewinnungsquote von 80 Prozent werde problemlos erreicht. Produkte und Abfälle entstehen in getrennten Fraktionen. Das Verfahren produziert keine zusätzlichen Abfälle.
Der Partner
EasyMinig Sweden AB ist in Deutschland mit der EasyMining Germany vertreten. Das Unternehmen gehört zur Ragn-Sells Gruppe mit Hauptsitz im schwedischen Sollentuna. Wie das Ash2Phos-Verfahren genau funktioniert, wird hier beschrieben. (hp)



