Die Stadtwerke und die kommunale Wohnungsbaugesellschaft WOBAU der Kreisstadt Haldensleben in Sachsen-Anhalt werden seit Anfang des Jahres von ein und derselben Person geleitet: Detlef Koch, der seit 1992 bereits Geschäftsführer der Stadtwerke Haldensleben ist.
Die Stadt verspricht sich davon laut Pressemitteilung schnellere Fortschritte bei der Energiewende, spürbare Kosteneinsparungen und eine effiziente zukunftsgerechte Stadtentwicklung. Ziel sei es, die Synergien beider städtischer Gesellschaften optimal zu nutzen.
Gutachten zeigt deutliche Kostenersparnis auf
So ließen sich Projekte wie Mieterstrom, Carsharing und die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden einfacher und schneller realisieren. Zudem reduziere die neue Konstellation unterm Strich die Kosten um rund eine dreiviertel Million Euro in fünf Jahren.
Zu diesem Ergebnis kam ein Gutachten, das mitentscheidend für das Zusammenrücken der beiden kommunalen Unternehmen war. „Durch eine gemeinsame Geschäftsführung ist es deutlich einfacher, eine wirksamere Wohnraum- und Quartierentwicklung zu betreiben“, erklärt Detlef Koch. Darauf komme es an, wenn Deutschland seine Klimaziele erreichen wolle.
Erste Vorhaben: E-Auto-Verleih und Mieterstromprojekt
Das erste Projekt hat der neue Geschäftsführer der beiden Gesellschaften bereits vergangene Woche realisiert. Touristen, Pendler und Interessierte können ab sofort am WOBAU-Bahnhofcenter einen Renault Zoé tage- respektive wochenendweise, im Rahmen eines neuen Mobilitätsangebotes, ausleihen.
Das Bahnhofcenter gehört zur Wohnungsbaugesellschaft und ist sowohl Tourist-Information als auch Verleih-Station für E-Bikes und seit neuestem auch für ein E-Auto.
Auch ein Mieterstromprojekt ist bereits in Planung, heißt es auf Anfrage: Hierzu werden die Stadtwerke auf mehreren Wohnblöcken der WOBAU Photovoltaikanlagen errichten. Dieses Vorhaben soll noch im Februar dieses Jahres starten. (hoe)



