Von Artjom Maksimenko
Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm haben im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Ergebnis in Höhe von 4,7 Millionen Euro erwirtschaftet und damit etwa 1,5 Millionen weniger als im Vorjahr. Auch der Konzernumsatz ging um 187 Millionen auf 695 Millionen Euro zurück. Trotz des Rückgangs zeigt sich die Unternehmensführung mit den Zahlen zufrieden.
Besonders im Erzeugungsbereich konnten die Stadtwerke punkten: "Im Bereich der erneuerbaren Energien, allen voran der Wasserkraft, erzielten wir herausragende Ergebnisse", so Klaus Eder, Geschäftsführer der SWU. Die SWU-Wasserkraftwerke erzeugten dabei mit rund 113,7 Millionen Kilowattstunden so viel Strom wie seit 70 Jahren nicht mehr.
Wettbewerb im Vertrieb setzt SWU zu
Auch im Verkehrssektor verweist der Versorger auf eine positive Entwicklung. Mit 41,3 Millionen beförderten Fahrgästen im Jahr 2024 konnte die SWU nicht nur die Einbußen der Pandemie ausgleichen, sondern damit ein neues Allzeithoch erreichen.
Als Ergebnis mindernd erwiesen sich 2024 hingegen starke Marktschwankungen, der anhaltende Wettbewerbsdruck sowie die Nachwirkungen der Energiekrise. Vor allem preisgünstige Discount-Anbieter hätten dem Vertriebsergebnis deutlich zugesetzt. Außerdem sorgte die milde Witterung im Jahr 2024 für weniger Heiztage, was zu geringeren Absatz- und Transportmengen von Strom, Gas und Wärme führte.
Hochwasser verursacht hohe Kosten
Ebenfalls belastend wirkte sich laut SWU das Sommerhochwasser aus. Es führte zu zusätzlichen Kosten in Höhe von rund 720.000 Euro. Zum einen waren viele Arbeits- und Überstunden notwendig, um innerhalb kürzester Zeit die Infrastruktur abzusichern und die Versorgung auch während der Überschwemmungen sicherzustellen. Zum anderen musste das Trinkwasser zeitweise von der Landeswasserversorgung abgenommen werden, was ebenfalls zu ungeplanten Mehrkosten führte.
Auch 2024 habe der Versorger massiv in alle Unternehmensbereiche investiert und sehe sich in seiner führenden Rolle "als Umsetzer und Gestalter der Energie- und Mobilitätswende in der Region" bestätigt. In Summe ergab sich ein Investitionsvolumen in Höhe von 97 Millionen Euro. Davon flossen knapp 50 Millionen Euro in die Instandhaltung und Erweiterung der Strom-, Gas-, Fernwärme- und Wassernetze. Die Verkehrsinfrastruktur wurde mit 14 Millionen Euro ausgebaut und für die Erweiterung des Glasfasernetzes wurden gut 5 Millionen Euro aufgewendet.



