Die Stadtwerke München sind bereits an mehreren großen Offshore-Windparks beteilgt. Im Bild: die Anlagen von Global Tech I in der südlichen Nordsee.

Die Stadtwerke München sind bereits an mehreren großen Offshore-Windparks beteilgt. Im Bild: die Anlagen von Global Tech I in der südlichen Nordsee.

Bild: © Stadtwerke München

Seit vergangenem Jahr können die Stadtwerke München den Strombedarf der gesamten Stadt mit Ökostrom aus eigenen Erneuerbaren-Anlagen abdecken. Durch den wachsenden Anteil der Elektromobilität, die Elektrifizierung eines signifikanten Teils der Wärmeversorgung und das Wachstum der Stadt wird der Strombedarf der bayerischen Landeshauptstadt aber weiter wachsen. Um dafür gewappnet zu sein, setzen die SWM ihre Erneuerbaren-Offensive fort.

Auch wenn der Hauptfokus laut Pressemitteilung künftig auf der regionalen Erzeugung in München und Oberbayern liegen soll, bleibt aufgrund der Skalierungseffekte auch die Offshore-Windenergie eine wichtige Säule. Die SWM sind aktuell an vier Offshore-Windparks in der deutschen Nordsee und vor Großbritannien beteiligt, jetzt hat sich der Kommunalversorger zusätzlich eine Beteiligung von 25 Prozent am Bau eines Windparks in der deutschen Ostsee gesichert.

Inbetriebnahme ist Ende 2025 geplant



Es handelt sich um den geplanten Windpark Gennaker 15 Kilometer nördlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Dieser soll sich mit einer geplanten Leistung von bis zu 976,5 Megawatt zu einem der größten Windparks in der deutschen Ostsee entwickeln und wird vom international tätigen Projektierer Skyborn Renewables entwickelt. Laut Skyborn handelt es sich um den bisher größten subventionsfreien Offshore-Windpark in der Ostsee.

Die Anlagen sollen bis Ende 2028 in Betrieb gehen. Mit dem dort erzeugten Strom sollen bis zu einer Million Haushalte jährlich versorgt werden. 600 Megawatt hat sich bereits Amazon über einen langfristigen Stromabnahmevertrag (Power Purchase Agreement) gesichert. Das PPA soll laut Amazon zu den bisher größten in Europa gehören und gibt Skyborn eine entsprechende finanzielle Absicherung.

Gremien müssen noch zustimmen



"Durch die Beteiligung stärken wir unser Engagement im Erneuerbarenbereich und erweitern unser Offshore-Portfolio in einem wichtigen strategischen Markt", wird Florian Bieberbach, Sprecher der SWM-Geschäftsführung, in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit Skyborn zitiert. Durch die Beteiligung könnten sich die SWM Ökostrom für weitere Hunderttausende Haushalte sichern.

Der Abschluss der Transaktion steht derzeit noch unter dem Vorbehalt der üblichen Genehmigungen und Gremienzustimmung sowie des erfolgreichen Abschlusses der Baufinanzierung und wird für das 3. Quartal 2026 erwartet.

Mehr zur Ausbauoffensive der Stadtwerke München finden Sie hier.

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