Der Vorstand der Abo Wind AG hat eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts beschlossen. Der Aufsichtsrat hat dem zugestimmt, wie das Unternehmen mitteilte. In diesem Zusammenhang werden bis zu 400.000 neue Aktien emittiert. Diese werden in den nächsten Tagen ausgewählten institutionellen Investoren zu 17,10 Euro angeboten. Für gut zwei Drittel des Volumens liegen Übernahmeerklärungen von Fonds vor. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöht sich von 8.070.893 Euro auf bis zu 8.470.893 Euro. Im Falle einer Vollplatzierung fließt der Gesellschaft ein Bruttoemissionserlös von mehr als 6,8 Millionen Euro zu.
"Viele Gespräche mit institutionellen Investoren haben uns gezeigt, dass der Kapitalmarkt das Potenzial der erneuerbaren Energien und unseres Unternehmens erkannt hat. Daher haben wir uns zu dieser Kapitalerhöhung entschlossen, um so unsere Marktposition und Finanzkraft weiter zu stärken", sagte Vorstand Jochen Ahn. Die Bankhaus Scheich Wertpapierspezialist AG, Frankfurt am Main, führt als sogenannter Bookrunner das Orderbuch der Emission und teilt die Aktien den Interessenten zu. Um die Handelbarkeit der Abo Wind-Aktie zu verbessern, strebt das Unternehmen noch für das erste Quartal dieses Jahres eine Einbeziehung in den Xetra-Handel an.
Breite Präsenz
Die Kapitalerhöhung geht einher mit der räumlichen und technologischen Ausweitung des Geschäfts in den jüngsten Jahren. Gut 20 Jahre war die Windkraft-Projektierung das Kerngeschäft. Dieses ist mittlerweile durch die ebensoviel betriebene Solarpark-Projektierung wesentlich gewachsen. Mit einem gut 600-köpfigen Team arbeitet Abo Wind aktuell in 16 Ländern auf vier Kontinenten an künftigen Wind- und Solarparks mit einer Leistung von mehr als zehn Gigawatt.
Die jeweiligen Landesgesellschaften der Abo Wind-Gruppe zählen in zahlreichen Ländern wie Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Spanien oder Argentinien zu bedeutenden Entwicklern für Erneuerbare-Energie-Projekte. "Der zu erwartende Mittelzufluss aus der Kapitalerhöhung erweitert unsere Möglichkeiten und stärkt unsere Aktivitäten in den 16 Ländern", so Ahn. Die Finanzkraft sei oft ein entscheidender Vorteil bei der Projektentwicklung. (gun)



