Bild: © Badenova

Nach langem Tauziehen und mehrjährigen juristischen Auseinandersetzungen unternimmt die Stadt Lörrach einen neuen Anlauf zur Vergabe ihrer Ende 2018 ausgelaufenen Stromkonzession. Als Partner für eine gemeinsame Netzgesellschaft mit den Stadtwerken hat sich die Stadt dabei erneut für die Badenova-Tochter BN-Netze entschieden. Das Vergabeverfahren ist offiziell gestartet, Interessenten können sich bis zum 30. April bewerben.

Die neue Netzgesellschaft unter dem Namen „Stadtnetze Lörrach GmbH & Co. KG“ wurde vor einigen Tagen offiziell vom Regierungspräsidium Freiburg genehmigt. An dieser halten die Stadtwerke Lörrach 51 Prozent der Anteile, die restlichen 49 Prozent liegen bei BN Netze.

Auch beim ersten Mal fiel die Wahl auf BN Netze

Bereits im Sommer 2018 hatte sich die Stadt Lörrach zur Gründung einer gemeinsamen Netzgesellschaft mit BN Netze entschieden. Diese sollte sich auf die Ende 2018 ausgelaufene Stromkonzession bewerben.

Nachdem ein Widerspruch dagegen erfolglos geblieben war, war der Konkurrent Energiedienst (ED) Netze vor das Oberlandesgericht Karlsruhe gezogen und hatte Fehler im Vergabeverfahren geltend gemacht. Unter anderem soll das Neutralitätsgebot missachtet worden sein. So soll die mit dem Verfahren beauftragte Beratungsgesellschaft zugleich langjährige Beratungsmandate für die Badenova gehabt haben. Das Vergabeverfahren musste daraufhin in Teilen neu gestartet werden.

Auch die Stadt Weil am Rhein hatte sich 2018  im Rahmen eines Partnersuchverfahrens für eine gemeinsame Netzgesellschaft mit BN Netze entschieden. Auch gegen diese Entscheidung war Energiedienst (ED) Netze rechtlich vorgegangen. In Weil am Rhein gab es laut einem Badenova-Sprecher bisher aber noch kein Konzessionsverfahren. Die dortige Stromkonzession ist ebenfalls Ende 2018 ausgelaufen. (hoe)

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