Die Bädersparte der Stadtwerke Bad Oeynhausen schreibt durchgehend Verluste.

Die Bädersparte der Stadtwerke Bad Oeynhausen schreibt durchgehend Verluste.

Bild: © Stadtwerke Bad Oeynhausen

Von Artjom Maksimenko

Seit 2017 hat der Bad Oeynhausener Stadtrat den Bäderbetrieb auf die Stadtwerke Bad Oeynhausen übertragen. Seit Sommer 2022 haben die Stadtwerke Bad Oeynhausen AöR ein neues Kombibad in Betrieb genommen. Die Sparte bleibt seitdem defizitär, für 2025 rechnet das Unternehmen mit einem Verlust von 2,9 Millionen Euro.

"Die Vorteile des steuerlichen Querverbunds sind inzwischen aufgebraucht", sagte der Vorstand der Stadtwerke Bad Oeynhausen, Andreas Schwarze, im Gespräch mit der ZfK.

Einnahmen reichen nicht aus

Der nordrhein-westfälische Versorger hat keinen eigenen Energiebetrieb, ist allerdings am regionalen Versorgungsunternehmen Westfalen Weser Energie und der der Gasnetz Bad Oeynhausen beteiligt. Lokalen Medienberichten zufolge würden diese Einnahmen daraus allerdings nicht reichen, um die Bäderverluste zu kompensieren. Für 2025 sieht der Wirtschaftsplan der Stadtwerke einen Verlust von 1,9 Mllionen. Euro vor.

Bei der Übertragung der Bädersparte an die Stadtwerke rechneten die Stadt und die Stadtwerke selbst noch mit Gewinnen. Doch in der Energiekrise kam es dann anders. "Aufgrund der seit 2022 deutlich gestiegenen Energie- und Materialkosten hat sich der prognostizierte Verlust erhöht. Für 2025 erwarten wir einen Verlust in Höhe von 2,9 Millionen Euro", sagte Schwarze.

Optionen für Sparmaßnahmen sieht er aktuell nicht: "Wir haben einen Auftrag der Daseinsvorsorge und können deshalb weder die Öffnungszeiten noch das Angebot auf irgendeine Weise reduzieren". Über die alarmierende Situation rund um die Bädersparte sei der Verwaltungsrat längst informiert. Doch eine Lösung für das Problem der Verlustübernahmen gebe es bis heute nicht. "Die Thematik wird fortlaufend dem Verwaltungsrat berichtet und auf die finanziellen Folgen hingewiesen", sagte Schwarze der ZfK.

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