Auf den Dächern der genossenschaftlichen Wohnanlage Mühlengrund in Berlin-Hohenschönhausen werden derzeit Photovoltaikanlagen für ein Mieterstromprojekt installiert.

Auf den Dächern der genossenschaftlichen Wohnanlage Mühlengrund in Berlin-Hohenschönhausen werden derzeit Photovoltaikanlagen für ein Mieterstromprojekt installiert.

Bild: © Mathias Voelzke/Berliner Stadtwerke

Im vergangenen Jahr sind die Stadtwerke erneut gewachsen: Die Anschlussleistung der in Brandenburg errichteten Windräder ist um die Hälfte gestiegen, die installierte Solarleistung um ein Viertel. Das erklärte das Mutterunternehmen, die Berliner Wasserbetriebe, bei seiner Jahrespressekonferenz.

Das Betriebsergebnis der Berliner Stadtwerke Gruppe für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 6,5 Mio. Euro liegt demnach um drei Mio. Euro über Plan. Ursache seien die Entwicklung der Strompreise, die Erlöse aus der Ladeinfrastruktur und die Erlöse aus dem Stromverkauf an das Land Berlin.

Das Unternehmen setzte nach eigener Einschätzung die Strompreisbremse zügig um und zahlt neben der Deckelung der Tarife an seine Kund:innen in diesen Tagen einen sogenannten "50-Euro-Treue-Boni" in Höhe von insgesamt 1,2 Mio. EUR aus. Dieser wurde von der Berliner Politik angesichts der Übergewinne während der Krise gefordert.

Eines der größten Solardächer Deutschlands entsteht

Ein Leuchtturmprojekt der Stadtwerke ist die Errichtung eines der größten deutschen solaren Dachkraftwerke, für welches das Unternehmen im vergangenen Jahr mit der Messe Berlin die Verträge unterzeichnete. 15.000 Photovoltaik-Module mit einer Gesamtleistung von rund 6 MWp sollen auf dem Messedach installiert werden.

Im Herbst 2022 haben die Stadtwerke zudem den Windpark Teltow II in Betrieb genommen: drei Hochleistungsanlagen mit einer Gesamtleistung von 17,1 MW. Insgesamt leisten die 16 Windkraft-Anlagen der Stadtwerke nun 60 MW.

Die Stadt als Standort für Windräder

Der Berliner Versorger besitzt Windräder in Brandenburg und ist an einem regionalen Windpark der EnBW beteilig. Derzeit lässt der Berliner Senat zudem das Potenzial für Windenergie in der Hauptstadt untersuchen. "Berlin muss hier selbst Verantwortung übernehmen", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Berliner Wasserbetriebe Christoph Donner. (pfa)

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