Mitarbeiter sitzen in der Zentrale des Verbraucherportals Check24 in München.

Mitarbeiter sitzen in der Zentrale des Verbraucherportals Check24 in München.

Bild: © dpa

Hierfür hat das Münchner Unternehmen bei der Finanzaufsicht Bafin bereits im frühen Sommer eine Banklizenz beantragt, äußert sich Geschäftsführer Christoph Röttel. Bis Anfang 2020 erwarte das Unternehmen eine Zusage von der Bafin. "Wir haben bereits ein Team mit zwei erfahrenen früheren Bank-Managern zusammengestellt", so der Geschäftsführer weiter.

Dabei versteht sich das Portal "absolut nicht als Wettbewerber von Banken", betont Röttele. Auch würden bestehende Partnerschaften nicht abgelöst. Indes bekomme das Unternehmen von Banken Provisionen etwa für vermittelte Tagesgelder, was die Marge der Geldhäuser drückt. Ziel sei es nun, eine "Open-Banking-Plattform" aufzubauen, die verschiedenen Angebote von Banken bündle, merkt der Geschäftsführer an.

Mehr Flexibilität durch Lizenz erhofft

Check24 - bekannt vor allem für die Vermittlung von Gas- und Stromverträgen, Handy-Angeboten, Reisen oder Mietwagen - vermittelt auch klassische Bank-Produkte wie Ratenkredite, Tages- und Festgelder, Kreditkarten oder Immobilienfinanzierungen. Hierfür arbeiten die Münchner mit Finanz-Start-ups und Partnerbanken zusammen. Teils konnten Banken die Wünsche von Check24 auch nicht erfüllen, erklärt Röttele. Mit einer Banklizenz könne man flexibler agieren und Kundenbedürfnisse einfacher erfüllen. "Wir wollen unser Geschäftsmodell trotz einer immer schärferen Regulierung der Banken vorantreiben."

Jährlich vermittelt Check24 nach eigenen Angaben Dienstleistungen in zweistelliger Milliardenhöhe. (ab/dpa)

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