Bild: © zwiboe/Pixelio

Die Bundesregierung denkt über höhere Hürden für ausländische Beteiligungen an deutschen Unternehmen nach, insbesondere aus dem Bereich der kritischen Infrastrukturen. Erst kürzlich hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau den zum Verkauf stehenden Anteil am Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz erworben und damit den Einstieg chinesischer Investoren verhindert. Nahezu reibungslos ist im Vergleich dazu jetzt der Einstieg des zweitgrößten chinesischen Stromnetzbetreibers, China Southern Power Grid, beim Luxemburger Versorger Encevo verlaufen. Gegen Zahlung von rund 400 Mio. Euro übernehmen die Chinesen nun 25,5 Prozent der Anteile an Encevo, Verkäufer ist der Finanzinvestor Ardian. Luxemburg hatte zuvor auf sein Vorkaufsrecht verzichtet, berichtet das "Handelsblatt".

Creos und Enovos Luxemburg gehören zu Encevo

Teil der Holdinggesellschaft Encevo sind auch der Strom- und Gasnetzbetreiber Creos sowie die in der Strom- und Gasversorgung sowie dem Energiehandel und im Bereich erneuerbare Energien tätige Enovos Luxemburg. Ardian hatte den Minderheitsanteil an Encevo 2012 von Arcelor Mittal erworben und 2015 durch Erwerb von Anteilen von RWE und Eon vergrößert. Der luxemburgische Staat hält aktuell rund 28 Prozent an Encevo, 15,6 Prozent liegen bei der Stadt Luxemburg und weitere 4,7 Prozent bei der Post Luxemburg. (hoe)

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