Die Corona-Krise hat auch vor dem Bodensee nicht Halt gemacht. Und so präsentierten die Stadtwerke Überlingen (Baden-Württemberg) jüngst Zahlen, die deutlich niedriger ausfielen als ursprünglich geplant.
Mit 7,7 Millionen Euro Umsatz hatte der Kommunalversorger Anfang des Jahres gerechnet. Voraussichtlich wird es jetzt nur noch knapp die Hälfte werden, konkreter 4,1 Millionen Euro. Das bestätigte ein Unternehmenssprecher der ZfK. Zuvor hatte der "Südkurier" darüber berichtet.
ÖPNV leidet
Besonders schwer traf es die Bodenseetherme, die wie andere Badeeinrichtungen in der Republik in Shutdown-Zeiten ganz schließen musste. Sie kommt wohl auf einen Umsatz von lediglich 1,8 Millionen Euro. Eingeplant war ein mehr als doppelt so hoher Betrag (4,4 Millionen Euro).
Auch der öffentliche Personennahverkehr litt. Statt einer Million Euro dürfte sich der Umsatz auf nur mehr 500.000 Euro belaufen. Besser kamen die Parkhäuser durch die Krise: Sie erreichen voraussichtlich 80 Prozent ihres Planansatzes und dürften immerhin noch 1,7 Millionen Euro umgesetzt haben.
Nicht allein durch Krise
Auch weil die Corona-Krise ins kommende Jahr hinein andauern dürfte, kalkulieren die Stadtwerke etwas vorsichtiger. Sie erwarten für 2021 einen Umsatz von 7,2 Millionen Euro.
Für die Stadtwerke Überlingen zahlt es sich jetzt aus, dass sie sich nicht allein durch die Krise kämpfen müssen. Seit mehreren Jahren gehören sie gemeinsam mit den Technischen Werken Friedrichshafen zu den Gesellschaftern des Stadtwerks am See. Dort sind auch jene Sparten angesiedelt, die selbst in Corona-Zeiten in der Regel profitabel blieben: sprich Strom, Gas und Wasser.
Ergebnis: 15 Prozent unter Plan
Den Stadtwerken Überlingen steht jedes Jahr eine Garantiedividende vom Stadtwerk am See zu. Die betrage für das Jahr 2020 nach jetzigem Stand 1,66 Millionen Euro, teilt der Unternehmenssprecher mit. Insgesamt liege das Ergebnis des Stadtwerks am See nach derzeitigem Stand etwa 15 Prozent unter Plan.
2 Mio. Euro Darlehen
Zudem half Überlingen seinen Stadtwerken schon im zweiten Quartal mit einem Darlehen von zwei Millionen Euro. Die erste Rückzahlung ist erst 2024 fällig. Bis dahin, so dürften die Verantwortlichen hoffen, ist die Corona-Krise auch am Bodensee wieder überstanden. (ab)
