Bild: © Moritz Winde

Die Corona-Pandemie belastet den Haushalt der Stadt Herford und ihrer Tochterunternehmen, wie das Westfalen-Blatt zuerst berichtete. So büße die Stadt rund 9,6 Mio. Euro ein. Bei den Gewerbesteuereinnahmen kalkuliere die Kämmerei sogar mit einem Minus von 5,6 Mio. Euro bis zum Jahresende. Aber nur dann, wenn die angekündigten Hilfen vom Land als Basis genommen würden. Diese enthielten Ausgleichszahlungen für die Gewerbesteuerausfälle.

Bei den momentanen Prognosen würden sich erhebliche Verluste bei den Freizeiteinrichtungen wie Bäder und Eishalle abzeichnen. Die Stadtwerke schätzen, dass sie dieses Jahr keine Gewinne an die Stadt ausschütten könnten. Statt Gewinne von bis zu 3 Mio. Euro abzuführen, sollen es nach dem Zeitungsbericht nur rund 23.000 Euro werden. Durch die wochenlangen Schließungen des Freizeitbades H2O und den Freibädern gehen die Stadtwerke von einer Ergebnisverschlechterung von 2,6 Mio. Euro aus. Die Verluste in den Freizeitbereichen würden auf 6,5 Mio. Euro steigen.

Milde Witterung belastet Gasabsatz

Darüber hinaus wirkt sich die Pandemie auch auf den Strom- und Gasabsatz aus. Beim Stromabsatz würden Einnahmen von 83.000 Euro fehlen, was vor allem durch die fehlende Stromabnahme der Großkunden bedingt sei. Die milde Witterung führe zudem zu einem geringeren Verbrauch und zu einer Lücke von 500.000 Euro verglichen zum Planwert.

Auch bei der gemeinnützigen Kultur Herford gebe es eine Verschlechterung um 450.000 Euro. Maßgeblich trügen hier die zusätzlichen Kosten zur Erfüllung der Brandschutzauflagen im Theater bei, wie etwa für den Einbau von feuerfestem Glas für 250.000 Euro. (gun/jk)

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