Entega-Zentrale in Darmstadt

Entega-Zentrale in Darmstadt

© Entega

Die Stadt Darmstadt hat ihre Erwartungen und Ziele an ihre kommunalen Unternehmen in einer Stadtwirtschaftsstrategie zusammengefasst. Unterstützt wurde sie dabei von der Heag, der Führungsgesellschaft der Beteiligungen der Stadt Darmstadt. "Eine verlässliche, qualitative Daseinsvorsorge ist für die Weiterentwicklung einer Stadt unerlässlich. Diese zu definieren ist das Ziel unserer Stadtwirtschaftsstrategie", sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Darmstadt verfüge über eine hervorragend aufgestellte kommunale Wirtschaft, die nahezu alle Lebensbereiche durchdringe, so Partsch. "Unsere Erfahrungen zur Strategieentwicklung haben wir nun auf einerneuen digitalen Plattform unter www.stadtwirtschaftsstrategie.de veröffentlicht“, unterstrichen die Heag-Vorstände Klaus-Michael Ahrend und Markus Hoschek in der Pressemitteilung.

Auch andere Kommunen können ihre Strategie präsentieren

Das neue Portal ist in drei Rubriken gegliedert: Die erste bietet einen Einblick in die Daseinsvorsorge der Stadt Darmstadt und in die Herausforderungen, mit denen die Unternehmen der Stadtwirtschaft konfrontiert sind. Der zweite Bereich geht der Frage nach, wie eine Stadtwirtschaftsstrategie entsteht. Interessierte Akteure können anhand eines Vorgehensmodells nachvollziehen, wie sie eine Stadtwirtschaftsstrategie entwickeln können. Ebenso haben andere Kommunen an dieser Stelle Gelegenheit, ihre eigene Strategie zu präsentieren.

"Wir wollen auf dem Portal gute Beispiele sammeln, an denen sich Kommunen bei der Formulierung eigener Strategien orientieren können. Und wir laden diese herzlich dazu ein, ihre erarbeiteten Strategien mit allen Interessenten zu teilen", so die Heag-Vorstände. Wie eine Stadtwirtschaftsstrategie soll auch die Plattform kontinuierlich weiterentwickelt und mit aktuellen Strategien und Informationen ergänzt werden.

Darmstadt leistete Pionierarbeit

Die dritte Rubrik beleuchtet die Darmstädter Stadtwirtschaftsstrategie 2025. Sie ist bereits die Dritte ihrer Art. Die Ursprungsversion der Strategie aus dem Jahr 2009 war laut der Heag die erste ihrer Art in Hessen und eine der ersten in Deutschland.

"Daseinsvorsorge ist eine primär öffentliche Aufgabe, die nicht privatwirtschaftlich ausgerichtet sein sollte. Mit Blick auf andere Städte, die auf die Privatisierung kommunaler Unternehmen setzen, können wir sehen wie wichtig es ist, kommunale Eigentümerschaft beizubehalten, um der regionalen Entwicklung ein nachhaltiges, solides Fundament zu geben", erklärte Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Antworten auf komplexe Zukunftsfragen

Die Auseinandersetzung mit der Entwicklung der Stadtwirtschaftsstrategie biete die Chance, Antworten auf komplexe Zukunftsfragen wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Verkehrswende zu finden. "Wir möchten andere Kommunen dazu einladen, sich auf den Weg zu machen und eine Stadtwirtschaftsstrategie zu formulieren", so Partsch. (hoe)

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