Die E-World soll künftig auch digital und ganzjährig mit einem digitalen Angebot ergänzt werden. Kann man sich das digitale Angebot ein wenig wie eine Mischung aus Facebook und Amazon vorstellen?
Wir konzentrieren uns mit der Plattform darauf, den Austausch und das Networking innerhalb der Branche zu verstärken. Intern sprechen wir von einem LinkedIn der Energiewirtschaft mit erweiterten Funktionen. Unser Marktplatz zeigt lediglich Produkte und stellt Kontakte zwischen Anbietern und Kunden her. Es werden keine direkten Transaktionen stattfinden, daher können wir uns leider nicht mit Amazon messen.
Sind für die Teilnehmer, also die Besucher und nicht Aussteller, Kosten für die Nutzung der digitalen Plattform verbunden?
Wir wollen mit der Plattform eine digitale Erweiterung zur E-World schaffen. Viele Basisfunktionen sind daher für alle Teilnehmer der Messe kostenfrei. Es wird aber auch eine Vielzahl von zusätzlichen Möglichkeiten geben, die Besucher und Aussteller kostenpflichtig erwerben können.
Wissen Sie schon, welche hochkarätigen Programmpunkte es geben wird? In der Pressemitteilung wurde hier noch nichts verraten.
Hier bitten wir noch um Geduld, spätestens im Januar werden wir ein umfangreiches Programm veröffentlichen. Die Bereitschaft, uns in der Gestaltung zu unterstützen, ist sehr hoch.
Wieso haben Sie sich entschieden, das Angebot ganzjährig anzubieten? Entwertet das nicht die Präsenzmesse ein wenig?
Keinesfalls, in all unseren Gesprächen mit Ausstellern und auch Besuchern wird der persönliche Austausch als eine der wertvollsten Assets der E-World gesehen. Dies können und wollen wir nicht ersetzen. Die Plattform kann durch ihre vielen Funktionen für eine noch bessere Reichweite und Vernetzung in der Branche sorgen, davon wird letztlich auch die Messe profitieren.
Der Edna-Bundesverband hatte erst kürzlich dafür plädiert, die verschobene E-world 2021 auch im Mai nicht als Präsenzmesse abzuhalten, sondern stattdessen ein digitales Format zu entwickeln. Wie bewerten Sie diesen Vorschlag?
Wir respektieren es, wenn sich einige Aussteller unter den Rahmenbedingungen 2021 gegen eine Teilnahme an der E-World entscheiden. Für uns ist eine reine Digitalveranstaltung jedoch keinesfalls eine logische Konsequenz daraus. Die E-World ist und bleibt eine Präsenzmesse, und dies entspricht auch dem Wunsch der Mehrheit unserer Aussteller – auch und insbesondere für das kommende Jahr. Mit unserem neuen Konzept zur Community ergänzen wir unseren jährlichen Branchentreffpunkt nun um die Vorteile der digitalen Welt.
Die Fragen stellte Stephanie Gust
