Im Jahr 2018 hat die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) eine Gesamtleistung von rund 1,4 Mrd. Euro erbracht und dabei einen Gewinn nach Steuern (EAT) von 10,1 Mio. Euro erwirtschaftet. "In Zeiten, die von großer Dynamik aufgrund der Energiewende oder durch die Anstrengungen zur Emissionsreduktion im Verkehrssektor geprägt sind, zeigen die guten Ergebnisse des Jahres 2018 und der Vorjahre, dass der DVV-Konzern auf stabilen Füßen steht", sagt Oberbürgermeister Sören Link als Aufsichtsratsvorsitzender der DVV sowie der Stadtwerke Duisburg.
Einen Meilenstein in Sachen Energiewende erreichte die DVV im vergangenen Jahr. Nach mehr als 100 Jahren wurde mit der Stilllegung des Hochfelder Heizkraftwerkes die Kohleverstromung beendet. Für Duisburg bedeutet das eine Ersparnis von 450.000 Tonnen an CO2-Emissionen. Seit Anfang 2018 setzt die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) ausschließlich auf Ökostrom aus Wasserkraft. Jahr für Jahr spart das rund 17.000 Tonnen an CO2-Emissionen ein.
Viele Einzelmaßnahmen für die Energiewende
Ebenfalls 2018 ist die Verbindungsleitung zwischen der Fernwärmeschiene Niederrhein und dem Fernwärmenetz Duisburg in den Betrieb gegangen. Sie sorgt dafür, dass industrielle Abwärme effizienter genutzt wird und weniger Frischwärme erzeugt werden muss. Die CO2-Ersparnis der rund zwölf Kilometer langen Leitung beträgt dabei rechnerisch 8.700 Tonnen pro Jahr. Zudem sorgt seit dem Winter 2018 der Fernwärmespeicher dafür, dass die Stadtwerke das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Wanheim flexibler und effektiver betreiben können.
Nach vier Jahren der Restrukturierung hat die DVV auch die zweite Phase ihres Repower-Programms mit Ablauf des Jahres 2018 abschließen können. Die Zielmarke von 45 Mio. Euro an nachhaltigen Ergebniseffekten pro Jahr wurde dabei übertroffen. "Dieser Erfolg ist der geschlossenen und gemeinschaftlichen Anstrengung aller Mitarbeiter sowie der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit unserer Gesellschafterin, der Stadt Duisburg, zu verdanken", sagt Marcus Wittig, Vorsitzender der DVV-Geschäftsführung, des Vorstands der Stadtwerke Duisburg AG und des Vorstands der DVG.
DVV weiterhin vor Herausforderungen
Rund 116 Mio. Euro hat die DVV im Jahre 2018 investiert. In den kommenden Jahren müssen jedoch weitere strategische Investitionsmaßnahmen folgen. "Nach der erfolgreichen Auftragsvergabe zur Beschaffung 47 neuer Straßenbahnen für die Linien 901 und 903 im Vorjahr haben wir nun auch die Weichen für neue Fahrzeuge auf der Linie U79 gestellt", erläutert Wittig. Die Finanzierung aller Fahrzeuge sei gesichert und finde sich in den Investitionssummen wieder.
4.162 Mitarbeiter beschäftigte die DVV zum Jahresultimo 2018. Im Laufe des Jahres mussten dabei 300 Arbeitsplätze im Rahmen des Repower-Programm sozialverträglich abgebaut werden. "Die Märkte befinden sich im Wandel, das stellt auch veränderte Anforderungen an unsere Personalentwicklung", erläutert Arbeitsdirektor Axel Prasch. "Um Fachkräfte zu gewinnen und zu binden, bieten wir unseren Beschäftigten mehr Flexibilität. Ein Beispiel ist die mobile Arbeit, bei der Mitarbeiter nicht an einen festen Arbeitsplatz gebunden sind und ihre Aufgaben ortsunabhängig erledigen können."
Stadtwerke Duisburg steigern Gewinn
Nach 48,8 Mio. Euro im Jahr 2017 haben die Stadtwerke Duisburg das Geschäftsjahr 2018 mit einem Betriebsergebnis (EAT) in Höhe von 51,9 Mio. Euro abgeschlossen. Die Umsatzerlöse lagen mit rund 1,2 Milliarden Euro ebenfalls höher als im Vorjahr. Rund 28 Mio. Euro – und damit noch einmal sechs Mio. Euro mehr als im Vorjahr – haben die Stadtwerke im Jahr 2018 in die Modernisierung der Versorgungsinfrastruktur investiert.
Investitionen von rund 21 Mio. Euro hat die Netze Duisburg GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr getätigt. Im Jahr 2018 erzielte dieses kommunale Duisburger Unternehmen Umsatzerlöse in Höhe von 217,5 Mio. Euro und einen Jahresgewinn von 23,9 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang von rund 5,7 Mio. Euro, der auf signifikant gestiegene Instandhaltungs- und Neubaumaßnahmen in den Bereichen Strom und Gas zurückzuführen ist.
DVG mit tiefroten Zahlen
Stark im Wandel befindet sich die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG): "Wir werden von Beginn bis Mitte der 2020er Jahre eine rundum erneuerte Flotte der Schienenfahrzeuge in Duisburg auf die Strecken schicken können. Für die Fahrgäste wird sich damit der Komfort enorm erhöhen", sagt Klaus-Peter Wandelenus, Technik-Vorstand der DVG. Die Beschaffung neuer Schienenfahrzeuge bildet daher auch den größten Teil der Investitionen der DVG ab. Bei Gesamtinvestitionen von rund 53,9 Mio. Euro entfielen 39 Mio. allein auf diesen Posten. Weitere 4,6 Mio. Euro investierte die DVG in die Beschaffung neuer Busse.
"Das Unternehmen ist sich seiner Verantwortung für einen emissionsarmen Verkehr vor allem im urbanen Raum bewusst", sagt Herbert Mettler, Aufsichtsratsvorsitzender der DVG. Das Geschäftsjahr 2018 schloss die Verkehrsgesellschaft bei Umsatzerlösen in Höhe von 69,3 Mio. Euro mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 47,1 Mio. Euro ab. Grund für die Ergebnisverschlechterung im Vergleich zum Vorjahr waren zu großen Teilen erhöhte Instandhaltungsaufwendungen für die Infrastruktur. (sig)



