Von Pauline Faust
Zusammen mit elf Kommunen aus der Region Südbaden hat EnBW ein eigenes Unternehmen gegründet. Ziel der neuen "Klima vernetzt Südbaden GmbH & Co. KG" ist es, die klimafreundliche Stromerzeugung in der Region voranzutreiben und die Kommunen aktiv in den Ausbau erneuerbarer Energien einzubinden.
Die Kommunen können sich mit Beträgen zwischen 50.000 und 300.000 Euro an der neuen Gesellschaft beteiligen. Die Beteiligungsquote der Kommunen liegt bei bis zu 74,9 Prozent.
Neben der EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH sind die Kommunen Kappel Grafenhausen, Rheinhausen, Ettenheim, Eichstetten, Wyhl, Sexau, Winden, Herbolzheim, Rust, Ringsheim und Vörstetten beteiligt.
"Die direkte Beteiligung ermöglicht uns als Kommune, die regionale Wertschöpfung zu stärken und zugleich die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger für die Energiewende-Projekte zu erhöhen", sagt Bürgermeister Michael Bruder aus Eichstetten.
Neues Wasserkraftwerk
Ein zentrales Projekt der neuen Gesellschaft ist der Neubau des Wasserkraftwerks Rheinhausen, das die EnBW im April dieses Jahres bereits in Betrieb genommen hat. Im Zuge des Neubaus bot die EnBW Kommunale Erzeugung GmbH Kommunen die Möglichkeit, sich zu beteiligen – die formelle Beteiligung ist mit Vertragsunterzeichnung am 13. Dezember nun vollzogen.
Das Wasserkraftwerk zählt zu den modernsten Anlagen seiner Art. Mit einer Leistung von 139 Kilowatt erzeugt es ca. 1.000.000 Kilowattstunden pro Jahr – das entspricht dem jährlichen Strombedarf von etwa 250 Haushalten. Ergänzt wird der Neubau durch eine Fischaufstiegshilfe, die den Schutz der Fischfauna und Kleinstlebewesen sicherstellt.
Führung steht fest
Eine Chefin für das Gemeinschaftsvorhaben gibt es auch schon: Tina Argento, Leiterin des Regionalzentrums Baden bei Netze BW, ist Geschäftsführerin der neuen Gesellschaft.
