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Die EnBW entwickelt ihre Effizienznetzwerke für die Industrie weiter: "Immer häufiger wollen Teilnehmer der nach drei Jahren formal abgeschlossenen Netzwerke ihr Engagement flexibel verlängern", sagt Thomas Wagner aus dem Bereich Contracting der EnBW. In Sachen Energieeffizienz gibt es ihm zufolge einerseits Firmen, die sich aufgrund der sichtbaren Erfolge schon über viele Jahre engagieren. Andere wollen sich zunächst nur ein oder zwei Jahre binden, um die Methode kennenzulernen. Hinzu kommt, dass sich die grundlegenden Rahmenbedingungen aufgrund gesetzlicher Vorgaben erheblich weiterentwickelt haben: Mit der Verbreitung von Energiemanagementsystemen sei auch die Zahl der Unternehmen mit eigenem Energiedaten-Controlling stark gewachsen.

"In unseren ersten Netzwerken ab 2006 gehörten Energieaudits und jährliche Auswertungen zum Leistungsumfang", so Wagner. Heute lägen diese Ergebnisse und die entsprechenden Empfehlungen in den Unternehmen oft schon vor. Auch inhaltlich verlagerten sich die Anforderungen: "Die Unternehmen erwarten heute selbstverständlich eine kompetente Unterstützung beim Betrieb ihres Energiemanagementsystems", erläutert Wagner. In die Treffen seien daher Informationen zu aktuellen energiewirtschaftlichen Fragen sowie neue Themen wie Industrie 4.0 vermehrt eingeflossen. Sieben EnBW-Netzwerke sind seit Jahresbeginn in Bayern, Hannover, Hamburg, Mitteldeutschland, NRW, Ravensburg und Schwaben neu am Start. Sie setzen sich aus Erstteilnehmern genauso wie aus alten Hasen zusammen.

Anpassung der Rahmenbedingungen nötig

Allerdings verzichten Wagner zufolge inzwischen viele Unternehmen darauf, ihre Ergebnisse noch gesondert für die "Initiative Energieeffizienznetzwerke" aufzubereiten. Diese beruht auf einer Ende 2014 getroffenen Vereinbarung zwischen Wirtschaftsverbänden und Bundesregierung, um die Energieeffizienz in der Industrie zu steigern. Bis 2020 sollen dafür 500 solcher Netzwerke geschaffen werden, für die bestimmte Grundregeln gelten. Dazu gehört beispielsweise das Monitoring der durchgeführten Effizienzbemühungen. Der Aufwand ist einer zunehmenden Anzahl an Unternehmen jedoch zu groß, da sie ihre Fortschritte im Rahmen der inzwischen vielfach eingeführten Energiemanagementsystemen nach ISO 50001 ohnehin schon umfassend dokumentieren müssen. Hinzu komme die Mindestlaufzeit von zwei Jahren. Aufgrund der Audits nach DIN EN 16247 starteten heute jedoch viele auf einem wesentlich höheren Ausgangsniveau, so dass die Initialberatung meist entfallen könne. Wagner zufolge wäre es für Firmen und Netzwerke erfreulich, wenn die Regeln der Initiative entsprechend weiter entwickeln oder flexibler gestalten ließen, ohne dass die Qualität darunter leide. Dann könnten auch diese Netzwerke sicher zu den 500 zählen. (sg)

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