Georg Stamatelopoulos ist Vorstandsvorsitzender des Energiekonzerns EnBW.

Georg Stamatelopoulos ist Vorstandsvorsitzender des Energiekonzerns EnBW.

Bild: © Bernd Weißbrod/dpa

Die geplante Kapitalerhöhung des Energiekonzerns EnBW nimmt Gestalt an: Mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschloss der Vorstand die Umsetzung im Volumen von bis zu 3,1 Milliarden Euro. Das verschaffe mehr finanzielle Handlungsspielräume in allen Geschäftsfeldern, erklärte Konzernchef Georg Stamatelopoulos. 

Mehr eigenes Geld ermöglicht dem Karlsruher Unternehmen, an Finanzmärkten an Kapital für geplante Investitionen ins Energiesystem zu kommen. Von 2024 bis 2030 plant EnBW Bruttoinvestitionen von bis zu 50 Milliarden Euro in den klimaneutralen Umbau des Energiesystems – etwa in Netze und Themen wie Wasserstoff, Wind und Solar. "Der daraus resultierende überdurchschnittlich hohe Kapitalbedarf kann nicht allein durch operative Erträge, Beteiligungsmodelle oder durch Aufnahme von Fremdkapital gedeckt werden."

 

So geht es weiter

Die Kapitalerhöhung erfolgt durch die Ausgabe neuer Aktien. "Die Transaktion soll bereits Mitte Juli abgeschlossen sein, die Notierung der neuen Aktien wird voraussichtlich am 18. Juli 2025 erfolgen", teilte EnBW weiter mit.

Das Land Baden-Württemberg und der Zusammenschluss neun oberschwäbischer Landkreise OEW halten je fast 47 Prozent an der EnBW. Sie hatten sich den Angaben nach verpflichtet, ihre Bezugsrechte bis zu einem Volumen von jeweils 1,5 Milliarden Euro vollumfänglich auszuüben. 

Konzernchef führte Vorgespräche

Stamatelopoulos hatte vergangenes Jahr schon bei den Hauptanteilseignern für die Kapitalerhöhung geworben. Anfang Mai dann leitete die Hauptversammlung des drittgrößten Energieversorgers in Deutschland eine mögliche Kapitalerhöhung in die Wege. Der Vorstandsbeschluss ist der nächste Schritt. 

EnBW versorgt rund 5,5 Millionen Kundinnen und Kunden. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern einen bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zwischen 4,8 Milliarden und 5,3 Milliarden Euro. Von 2023 auf 2024 war er wegen Entwicklungen bei Gas- und Strompreisen von 6,4 Milliarden auf 4,9 Milliarden Euro gesunken. (dpa/hoe)

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