"Wir haben die Pandemie sehr gut gemeistert, unsere Investitionen sind auf den höchsten Stand seit Beginn der Energiewende angestiegen", sagt EnviaM-Vorstandsvorsitzender Stephan Lowis.

"Wir haben die Pandemie sehr gut gemeistert, unsere Investitionen sind auf den höchsten Stand seit Beginn der Energiewende angestiegen", sagt EnviaM-Vorstandsvorsitzender Stephan Lowis.

Bild: © EnviaM

Das ostdeutsche Energieunternehmen EnviaM will die Preise für Strom und Gas senken.

"Unterm Strich werden die Preise für EnviaM-Kunden im kommenden Jahr spürbar sinken", sagte der Chef des größten ostdeutschen Energieversorgers, Stephan Lowis, der "Leipziger Volkszeitung" mit Blick auf den Strompreis. Hintergrund sei, dass die Netzentgelte im Versorgungsgebiet seines Unternehmens rund zehn Prozent günstiger werden.

Auch beim Gas sei eine Senkung der Endkundenpreise geplant, sagte Lowis weiter. Die Versorgungssicherheit in Deutschland sei gewährleistet und als Grundversorger minimiere EnviaM mit einer vorausschauenden Beschaffungsstrategie seine Risiken. Das Unternehmen versorgt rund 1,2 Millionen Kunden in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg mit Strom, Gas oder Wärme.

Boom bei Erneuerbaren

Bei den erneuerbaren Energien habe es in den vergangenen Jahren einen Boom gegeben, sagte Lowis weiter. Bei größeren Wind- und Solaranlagen habe es 2019 noch 1.160 Erstanfragen gegeben - dieses Jahr seien es fast 8.000. Und für kleine Photovoltaikanlagen bei Privatleuten seien die Anfragen im selben Zeitraum von 4.900 auf 69.000 gestiegen.

Das Ziel, bis 2030 80 Prozent der Stromerzeugung aus Erneuerbaren zu generieren, sei dennoch nicht zu erreichen, sagte er weiter. Der Netzausbau halte nicht mit dem Ausbau der Anlagen Schritt. Es brauche daher weniger Bürokratie, eine effizientere staatliche Förderung und mehr Freiheiten für Versorger, welche Anlagen zuerst angeschlossen werden. (pfa/dpa)

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