Der Versorger Eon hat nach einer Entspannung auf dem Energiemarkt seine Prognose für das laufende Jahr erhöht. Das teilte der Konzern am Donnerstagabend nach Börsenschluss in Essen mit und veröffentlichte auch vorläufige Geschäftszahlen für das erste Halbjahr.
Die Aktie legte kurz nach Handelsstart in einem stabilen Markt um rund ein Prozent zu.
Einer der größten Gewinner am DAX
Die Eon-Aktie gehört im bisherigen Jahresverlauf zu den zehn größten Gewinnern im Dax. Ihr Plus liegt bei etwas über 24 Prozent, während der Leitindex im selben Zeitraum um knapp 18 Prozent gestiegen ist.
Neue Prognose
Beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) rechnet der Konzern jetzt mit 8,6 bis 8,8 Milliarden Euro. Die bisherige Prognose lautete 7,8 bis 8 Milliarden Euro. Auch für Gewinne im Tagesgeschäft in den Bereichen Energienetze und Kundenlösungen zeigte sich Eon optimistischer. Der bereinigte Konzernüberschuss soll 2,7 bis 2,9 Milliarden erreichen, hier hatte Eon bislang 2,3 bis 2,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.
Mögliche Preissenkungen berücksichtigt
Die Prognose berücksichtige die Möglichkeit einer Verschlechterung der Marktsituation, insbesondere im letzten Quartal 2023, schränkte Eon ein. Sowie den Umstand, dass die in den letzten Monaten gefallenen Großhandelspreise für Strom und Gas an die Kunden im Rahmen von Preissenkungen weitergegeben und damit das zweite Halbjahr finanziell belasten würden.
Im ersten Halbjahr profitierte Eon von einer Beruhigung Marktumfeldes. Auch die verringerten Beschaffungskosten wirkten sich positiv aus. So dürfte der bereinigte operative Gewinn des Konzerns im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 4,1 auf 5,7 Milliarden Euro gestiegen sein, wie Eon weiter mitteilte. Der bereinigte Konzernüberschuss legte von 1,4 auf 2,3 Milliarden Euro zu.
Die ausführlichen Zahlen will Eon am 9. August vorlegen. (dpa/pfa)
