Bedingt durch eine positive Entwicklung in den beiden Segmenten Energienetze und Kundenlösungen lag das bereinigte Konzernergebnis bei 2,9 Mrd. Euro, teilte Eon mit. Das entspricht einem Anstieg um 800 Mio. Euro.
Auch der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von Januar bis Ende September stieg deutlich, und zwar um 27 Prozent auf 7,8 Mrd. Euro. Das Wachstum sei investitionsgetrieben, betonte Eon-Finanzvorstand Marc Spieker, und betreffe nahezu alle Regionen in denen Eon tätig sei.
Die Erholung im energiewirtschaftlichen Umfeld habe insbesondere in Deutschland zu Entlastungen geführt. In den kommenden Jahren wolle Eon diese über die Netzentgelte an die Kundinnen und Kunden zurückgeben.
Wachstum in beiden Konzernsegmenten
Im Geschäftsbereich Energienetze erhöhte sich das bereinigte Ergebnis um knapp 800 Mio. Euro auf 4,9 Mrd. Euro. Im Geschäftsbereich Kundenlösungen legte das bereinigte Ergebnis um rund 1,6 Mrd. Euro auf 3 Mrd. Euro zu.
Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten des Jahres hat Eon nun angekündigt, seine Investitionen im Gesamtjahr um weitere 300 Mio. Euro auf 6,1 Mrd. Euro zu erhöhen. Zwischen 2023 und 2027 plant Eon bisher, insgesamt 33 Mrd. Euro in Energienetze und Kundenlösungen zu investieren.
Weitere sechs Millionen Anlagen im Verteilnetz bis 2030
Erst im Oktober 2023 hat Eon die millionste Erneuerbarenanlage an sein Verteilnetz angeschlossen. Auch künftig soll der Ausbau des Verteilnetzes einen Investitionsschwerpunkt bilden. Bis 2030 geht Eon davon aus, dass bis 2030 weitere sechs Millionen Anlagen und dezentrale Verbraucher an seine Netze angeschlossen werden müssen.
Prognose bestätigt
Für das Gesamtjahr hat Eon seine Prognose allerdings nicht erhöht, sondern nur bestätigt: Das bereinigte Ebidta soll demnach zwischen 8,6 Mrd. und 8,8 Mrd. Euro liegen. Der Grund sei unter anderem eine erwartete "deutliche Belastung" des Ergebnisses im Schlussquartal 2023. Als Reaktion darauf hat die Aktie des Essener Konzerns im Tagesverlauf um etwa 2,2 Prozent nachgegeben (Stand 8.11. um 13:40 Uhr).
Bislang hatte Eon noch von den Einmaleffekten profitiert, nachdem 2022 die Großhandelspreise für Strom und Gas deutlich gestiegen sind. Dieser Effekt flacht mittlerweile zunehmend ab. Wegen der Weitergabe der gesunkenen Großhandelspreise und weiterer Effekte im Bereich Kundenlösungen rechnet das Unternehmen für Q4 nun mit einem deutlichen Ergebnisrückgang. (am)



