Die oberirdische Fernwärmeleitungen werden auch die "Adern von Jena" genannt.

Die oberirdische Fernwärmeleitungen werden auch die "Adern von Jena" genannt.

Bild: © Anna Schroll/SWJ

Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) hebt Anfang Oktober die Fernwärmepreise deutlich an. Ein typischer Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 18.000 Kilowattstunden zahlt laut Pressemitteilung künftig knapp 90 Euro im Monat mehr. Das entspricht einer Steigerung von 57 Prozent.

Der Anstieg resultiert vor allem aus den „massiv gestiegenen Preisen für Kohle“, erklärt EVO-Vertriebsleiterin Bettina Buchert. Allein dieser Brennstoff habe sich im vergangenen Jahr um rund 135 Prozent verteuert. Zudem seien die Kosten für Kohlendioxid-Zertifikate enorm gestiegen. Hier betrage die Preissteigerung mehr als 100 Prozent.
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Die EVO erzeugt die Fernwärme im eigenen Kraftwerke-Verbund. Für den Winter sei bestmöglich vorgesorgt, heißt es. Mit einem zusätzlichen Kohlelager in Stockstadt am Main sei ausreichend Brennstoff für eine sichere Versorgung vorhanden. Die EVO-Fernwärme wird vor allem aus Kohle und der Verbrennung von Abfällen erzeugt.

EVO versorgt auch Industriebetriebe und Wohnungsgesellschaften

Um in Zukunft hohe Nachzahlungen zu vermeiden, werden die monatlichen Abschläge von 1. Oktober 2022 an wie in jedem Jahr aktualisiert.  In Offenbach bezieht etwa die Hälfte der Haushalte Fernwärme. Zudem versorgt die EVO Eigenheimbesitzer, Industriebetriebe und die Kunden von Wohnungsgesellschaften in Heusenstamm und dem Neu-Isenburger Stadtteil Gravenbruch mit Fernwärme. Die Preise waren laut dem Energieversorger zuletzt zum 1. Oktober 2020 um sieben Prozent gesunken; zum 1. Oktober vergangenen Jahres war der Preis um rund ein Prozent gestiegen. (hoe)

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