Der norddeutsche Energie- und Telekommunikationsanbieter EWE und Aktivisten von Fridays for Future (FFF) und Students for Future Oldenburg etablieren regelmäßige Dialogrunden und Arbeitsgruppen, um gemeinsam Themen rund um Klimaschutz und Klimaneutralität zu diskutieren. Ziel ist es, gegenseitige Impulse aufzunehmen, aber auch unterschiedliche Standpunkte gemeinsam kritisch zu durchleuchten, teilt der Versorger mit.
Nach einem ersten großen digital durchgeführten Workshop mit über 30 Teilnehmern waren sich alle einig: Es lohne sich, bei diesem wichtigen Thema miteinander zu sprechen und den Dialog offen und transparent weiter fortzuführen. "Wir wollen mit unseren Forderungen etwas bewegen und verändern. Im Dialog mit der EWE können wir sachbezogen auf Augenhöhe diskutieren und unsere Forderungen direkt platzieren. Wir hoffen nun, dass eine Menge unserer Impulse auch umgesetzt werden und der Dialog weiterhin so konstruktiv und positiv verläuft", berichtet Malin Barg, Aktivistin von Students und Fridays for Future Oldenburg.
Aktivisten sehen Nachbesserungsbedarf auch bei EWE
In den vier Arbeitsgruppen Energieerzeugung, Produkte und Dienstleistungen, Mobilität sowie intelligente Energienetze und Städte tauschen die beiden Parteien ihre Standpunkte aus, informieren sich gegenseitig und erarbeiten gemeinsame Positionen. Dass man dabei schnell dicht beieinander liegen kann, zeigt der EWE-Kohleausstieg, der in wenigen Wochen beginnt und in wenigen Jahren abgeschlossen sein wird. Gleichzeitig betont Fridays for Future Oldenburg, dass die Pläne noch nicht ausreichen, um das 1.5 Grad Ziel zu erreichen. Außerdem gibt es noch Bereiche, wie beispielsweise bei Strom- und Gasprodukten, in denen EWE aus Sicht von Fridays for Future noch deutlich aktiver werden muss.
An dem gesamtgesellschaftlichen Konsens werden EWE und Fridays for Future nun arbeiten. "Die Politik schläft beim Klimaschutz, deswegen liegt die Verantwortung umso mehr bei allen (großen) Akteuren - damit auch bei der EWE. Wir erwarten, dass die EWE dieser Verantwortung gerecht wird. Sowohl EWE als auch Fridays for Future setzen auf einen massiven Ausbau erneuerbarer Energien", sagt Malin Barg. (gun)
