Feuchtwangens erster Bürgermeister und Vorsitzender des Zweckverbandes Interfranken, Patrick Ruh, Interfranken-Geschäftsführerin Hedwig Schlund, Schillingsfürsts Bürgermeister Michael Trzybinski, Stadtwerke-Mitarbeiter Alexander Strauß und Schopflochs Bürgermeister Oswald Czech (v. r.)

Feuchtwangens erster Bürgermeister und Vorsitzender des Zweckverbandes Interfranken, Patrick Ruh, Interfranken-Geschäftsführerin Hedwig Schlund, Schillingsfürsts Bürgermeister Michael Trzybinski, Stadtwerke-Mitarbeiter Alexander Strauß und Schopflochs Bürgermeister Oswald Czech (v. r.)

Bild: © Interfranken

Feuchtwangen hat jetzt ein eigenes Unternehmen für die nachhaltige Erzeugung von Wasserstoff. Mit der Gründung der neuen Gesellschaft H2 Hub Nahkraft wolle die Stadt ein starkes Fundament für den zukunftsweisenden Ausbau erneuerbarer Energien und im Speziellen von grünem Wasserstoff legen, heißt es in einer Mitteilung.

Offiziell gegründet wurde die neue Gesellschaft von den beiden Geschäftsführern von Nahkraft Lothar Beckler und Thomas Stöhr, sowie Feuchtwangens ersten Bürgermeister Patrick Ruh in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender. Beckler ist künftig auch Geschäftsführer der H2 Hub Nahkraft und wird dabei unterstützt von Stöhr als Prokurist. 

Der Fokus der neuen Feuchtwanger Gesellschaft liegt auf der Erzeugung von grünem Wasserstoff mittels Elektrolyse sowie anderer technischer Gase einschließlich der Nebenprodukte, so zum Beispiel der Nutzung der anfallenden Wärme. Im Konkreten umfasst dies die Konzeptionierung, Planung, Entwicklung, Herstellung sowie den Bau, Betrieb und Vertrieb entsprechender technischer Energieanlagen zur Wasserstoffgewinnung. „Mit unserer neuen Firma wollen wir in Feuchtwangen gezielt auf die nachhaltige und innovative Zukunftstechnologie der Elektrolyse setzen und diese in unserer Region weiter vorantreiben. Schließlich spielt grüner Wasserstoff schon jetzt und insbesondere in naher Zukunft noch verstärkt eine bedeutende Rolle bei der Energiewende“, lässt sich Bürgermeister Patrick Ruh zitieren. 

„Aktuell führen wir bereits Gespräche mit potenziellen Co-Investoren, die sich an unserer neuen Gesellschaft beteiligen möchten. Möglichst zeitnah wollen wir hierzu eine Entscheidung über deren Aufnahme und der damit verbundenen Verteilung der Anteile treffen“, sagt Lothar Beckler.

Der Elektrolyseur soll im neuen Industriegebiet West II am nördlichen Ortsrand Feuchtwangens errichtet werden. Zudem laufen die Planungen für die Umsetzung des Projekts sowie für die Erschließung des Absatzmarktes für den künftig erzeugten Wasserstoff auf Hochtouren, wie Beckler weiter erklärt. In einer ersten Ausbaustufe soll der Feuchtwanger Elektrolyseur mit einer Kapazität von fünf Megawatt voraussichtlich etwa 600 Tonnen grünen Wasserstoff im Jahr produzieren. 

„Neben der reinen Wasserstoffproduktion wollen wir über unser neugegründetes Unternehmen auch verschiedene zusätzliche Erlösströme im Blick haben, wie beispielsweise die Nutzung der Abwärme, Rückverstromungsmöglichkeiten sowie potenzielle Konzepte der Methanisierung“, ergänzt Ruh. Man sei stolz darauf, als erste Kommune in der Region solch innovative Schritte zu gehen. (amo)

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