Die Geschäftsführer der Gas-Union: Jens Nixdorf (links) und Oliver Malerius.

Die Geschäftsführer der Gas-Union: Jens Nixdorf (links) und Oliver Malerius.

Bild: © Gas-Union

Mehr Planungssicherheit für kleine und mittlere Stadtwerke – das ist das Ziel eines neuen Poolmodells der Frankfurter Gas-Union. Erreicht werden soll dies unter anderem durch eine Deckelung der Ausgleichsenergiepreise. Die spezielle Dienstleistung ist laut Pressemitteilung extra auf die Bedürfnisse kleinerer und mittlerer Energieversorger zugeschnitten. Das neue Service-Produkt soll gemäß Gas-Union bisher "einzigartig im Bilanzkreispooling" sein. Es wird erstmals auf der Branchenleitmesse E-World vom
11. bis 13. Februar in Essen vorgestellt.

Das Produkt bietet zudem Einsparpotenziale bei den Konvertierungs-, Flexibilitäts- und Konvertierungskosten. Weiterhin stellt das Handelsunternehmen die zeitnahe und einfache Abrechnung sowie die Ausschüttung der erwirtschafteten Überschüsse am Jahresende heraus.

So sollen kleine und mittlere EVUs profitieren

"Mit dem neuen Gas-Union-Pool wollen wir sicherstellen, dass die Vorteile aus der Poolkooperation tatsächlich bei den kleinen und mittleren Energieversorgern ankommen", erklärt Oliver Malerius, Geschäftsführer der Gas-Union. Es soll vermieden werden, dass dominante große Poolteilnehmer überproportional von der Kooperation profitieren. Deshalb wird auch Gas-Union ihren Bilanzkreis nicht einbringen.

Bessere Liquiditätsplanung

Poolteilnehmer könnten unerwartete Ausgleichsenergiepreise vermeiden. Das trage zu einer verbesserten Steuerung ihrer Ergebnisse bei. Das neu entwickelte Abrechnungsmodell wirke sich insgesamt positiv auf die Liquiditätsplanung der Poolteilnehmer aus, heißt es. Überschüsse, die im Pool entstehen, werden an die Poolteilnehmer zum Jahresende ausgeschüttet. Grundlage hierfür die konkrete Zuordnung ist die anteilige Allokationsmenge des Einzelnen am Gesamtpool. Für das neue Angebot bestehen keine Zugangsschranken.

Der Ein– aber auch der Austritt aus dem Pool ist monatlich möglich. “Die Energieversorger sollen den Pool einfach und schnell ohne Risiko nutzen können", bekräftigt Malerius. Es gebe keine Grundgebühren. Auch Unternehmen, die den Gas-Union-Pool zunächst für eine gewisse Zeit testen wollten, müssten hier keine Nachteile befürchten.

Glättung von Preisspitzen

"Mit dem neuen Gas-Union Pool lassen sich nachhaltig die Kosten senken", schreibt die Gas-Union weiter. Mit der Änderung der Ausgleichsenergiepreisermittlung seien die Risiken aus der Bilanzierung deutlich gesunken. Preisspitzen würden durch den Pool geglättet. Die mehrheitlich kommunale Gas-Union ist laut eigenen Angaben eines der führenden Unternehmen im Bilanzkreispooling. (hoe)

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