Die insolvente Natgas AG hat nach eigenen Angaben sämtlichen Kunden einen nahtlosen Wechsel zu neuen Lieferanten respektive Bilanzkreisverantwortlichen ermöglicht. Laut einer aktuellen Pressemitteilung hat das Unternehmen nun plangemäß damit begonnen, bestehende Bilanzkreisverträge einvernehmlich zum Ablauf des 29. Februar dieses Jahres zu beenden.
Die in Potsdam ansässige Handelsgesellschaft habe in enger Abstimmung mit den Marktgebietsverantwortlichen und Übertragungsnetzbetreibern die geordnete Beendigung der Bilanzkreisverträge und die Schließung der Bilanzkreise der Natgas AG weiter vorangetrieben. Den Kunden sei zuvor in einem koordinierten Prozess der reibungslose Wechsel zu anderen Vertragspartnern ermöglicht worden. Insolvenzverwalter Christoph Schulte-Kaubrügger von der Kanzlei White & Case, Berlin, bedankte sich ausdrücklich für die Unterstützung und Kooperation aller Beteiligten – die konstruktive Zusammenarbeit habe es ermöglicht, den schuldnerischen Geschäftsbetrieb geordnet einzustellen.
Verkauf der französischen Tochter
Nach dem vorläufigen Insolvenzverfahren der Natgas AG hatte das zuständige Amtsgericht Potsdam am 1. Dezember 2019 das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Unternehmens eröffnet. Die Natgas AG hat den Geschäftsbetrieb inzwischen eingestellt, rund 50 der einst 100 Mitarbeiter am Unternehmenssitz in Potsdam sind aber noch mit der Unternehmensabwicklung beschäftigt. Gestern war bekannt geworden, dass die französische Tochterfirma Natgas France an den französischen Kraftstoffhändler Dyneff verkauft wurde. (hoe)
