Die Bohranlage Wirth B12 SH 30000 soll in den kommenden Wochen das Geothermiefeld in Lankow erschließen.

Die Bohranlage Wirth B12 SH 30000 soll in den kommenden Wochen das Geothermiefeld in Lankow erschließen.

Bild: © Daldrup & Söhne

Die Daldrup & Söhne AG will sich künftig auf das Bohrdienstleistungsgeschäft und Beteiligungsmodelle in der Kraftwerkssparte fokussieren, die der mittelständischen Ausrichtung des Konzerns entsprechen. Dabei werde das Unternehmen, das insbesondere im Bereich der Geothermiebohrungen für zahlreiche Stadtwerke tätig ist,  in der Kraftwerkssparte auf Standardkomponenten und Systemlösungen setzen. Entsprechende Vorschläge werde der Vorstand dem Aufsichtsrat unterbreiten, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Unternehmen mit Sitz in Grünwald bei München erwartet für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 ein negatives Ebit zwischen 14 bis 17 Mio. Euro. Dies geht aus vorläufigen, noch nicht testierten Zahlen hervor.

Auch die für 2018 abgegebene Prognose einer Ebit-Marge von zwei Prozent bis fünf Prozent bei einer Gesamtleistung von 40 Mio. Euro habe man nicht erreicht. Die Gesamtleistung beträgt stattdessen rund 37 Mio. Euro. Zu dem Defizit auf Ebene Ebit haben neben einmaligen Bewertungskorrekturen auch Verluste aus dem operativen Geschäft beigetragen. Begründet wird dies in erster Linie mit der dynamischen Preisentwicklung für Material und Dienstleistungen sowie witterungsbedingten Projektverzögerungen zu Beginn des Geschäftsjahres.

Kraftwerk Landau läuft störungsfrei

Außerdem sei eine der großen Bohranlagen in der zweiten Jahreshälfte aufgrund einer verzögerten Kundenbeauftragung über längere Zeit nicht in Betrieb gewesen. Zudem habe die anhaltende Verzögerung der endgültigen Fertigstellung und Inbetriebnahme des Geothermiekraftwerks Taufkirchen das Ergebnis belastet. Das Kraftwerk Landau lhingegen lief im gesamten ersten Halbjahr und nach erfolgreicher Revision ab Mitte November 2018 bis zum heutigen Tag planmäßig und störungsfrei.

Die Auftragslage des Unternehmens ist weiterhin gut, der Auftragsbestand lag Ende Mai bei rund 48 Mio. Euro. Die Auftragspipeline sei mit einem Volumen von 105 Mio. Euro ebenfalls "zufriedenstellend gefüllt". Für das laufende Geschäftsjahr 2019 geht die Daldrup & Söhne AG daher von einer Konzern-Gesamtleistung von rund 40 Mio. Euro und einem ausgeglichenen Ebit aus. Daldrup hat zum 1. April weitere 22,88 Prozent der Gesellschaftsanteile an der Geysir Europe GmbH von dem am 14. März ausgeschiedenen, für Kraftwerke und Energie zuständigen Vorstandsmitglied Curd Bems, übernommen. Damit hält das Unternehmen 97,89 Prozent (vorher 75,01 Prozent) der Anteile. Auch in der Projektgesellschaft Taufkirchen und der Betreibergesellschaft Landau erhöht sich damit der mittelbare Anteil der Daldrup & Söhne AG auf 72,06 Prozent (vorher 55,21 Prozent)  respektive auf 97,89 Prozent (vorher 75,01 Prozent). (hoe)

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