GGEW-Vorstand Carsten Hoffmann

GGEW-Vorstand Carsten Hoffmann

Bild: © GGEW AG

Die Bensheimer GGEW AG entwickelt ihr Kerngeschäft weiter und engagiert sich laut Vorstand Carsten Hoffmann vermehrt bei der Entwicklung von Wohnquartieren. "Wir etablieren uns weiter als qualifizierter Ansprechpartner für nachhaltige Quartiersentwicklungen", betont Hoffmann. Das jüngste Großprojekt: Ein Energie- und Infrastrukturkonzept für das Neubaugebiet "Im Langgewann" in Bensheim-Fehlheim. Dort sollen 146 bis 181 Wohneinheiten entstehen - neben Einzel- und Doppel-, auch Reihen- und Mehrfamilienhäuser. Im Fokus des sich noch in der Ausarbeitung befindlichen GGEW-Konzeptes steht die Wärmeversorgung. Hier soll vor allem Kraft-Wärme-Kopplung zum Einsatz kommen, auch ein niedriger Primärenergiefaktor wird angestrebt.

Bebauungsplan schreibt PV-Anlagen vor

Laut aktueller Planung sind ein Blockheizkraftwerk, Pelletheizungen, "Power-to-Heat", sowie eventuell Wärmepumpen denkbar. Der Energiedienstleister möchte ein Nahwärmenetz aufbauen, über das sich die Bauherren an die zentrale Wärmeversorgung anschließen können. Der Bebauungsplan schreibt für die Ein- und Zweifamilienhäuser PV-Dachanlagen vor, für die größeren Liegenschaften könnten Mieterstromanlagen ein Thema werden.Hier bietet die GGEW ein PV-Pachmodell an.

Das Energiekonzept lebt davon, dass beim Wärmekonzept und bei der Realisierung von PV-Anlagen, die Strom für das Wohngebiet zur Verfügung stellen, so viele wie möglich mitmachen, heißt es. Außerdem soll das Gebiet an das Glasfasernetz der GGEW angeschlossen werden. Zudem ist der Aufbau einer Ladeinfrastruktur für Elektromobilität im öffentlichen und privaten Bereich vorgesehen, hierbei sollen auch moderne Mobilitätskonzepte wie E-Carsharing angeboten werden. Bei der Straßenenbeleuchtung bietet der Energiedienstleister der Stadt Bensheim ein Konzept mit moderner LED-Technik sowie adaptiven Beleuchtungssysteme an.

Das Ziel: Ein hoher Autarkiegrad

Sowohl für Strom als auch Wärme prüft die GGEW AG darüber hinaus den Einsatz von Speichertechnologien zur Erhöhung des Eigenversorgungsanteils. Die auf dem Gelände erzeugten Medien Wärme und Strom sollen vor Ort verbraucht und genutzt werden. "Wir streben hier einen hohen Autarkiegrad an“, sagt Projektleiterin Anja Schmitt.

Bei zweitem Projekt ist Immobilienentwickler mit an Bord

In einem weiteren Neubauprojekt in Bensheim arbeitet die GGEW mit der BPD Immobilienentwicklung zusammen. Diese wird auf einem rund 13.800 Quadratmeter großen, ehemaligen Edeka-Gelände 136 Wohneinheiten errichten. Baubeginn ist voraussichtlich im kommenden Jahr, die Fertigstellung ist für 2023 geplant. Die GGEW wird dort ein Nahwärmenetz mit zwei Blockheizkraftwerken bauen. Zudem sollen  Glasfasern direkt in die Häuser gelegt werden, um.Internetverbindungen von bis zu 1.000 Mbit/s zu ermöglichen. Potenzial besteht je nach Kundeninteresse auch dort mit Blick auf das PV-Pachtmodell sowie die Ausstattung von Tiefgaragenplätzen mit Ladestationen. (hoe)
 

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