Die Stahlindustrie gilt als einer der größten CO2-Emittenten und muss dabei bis 2050 CO2-neutral sein.

Die Stahlindustrie gilt als einer der größten CO2-Emittenten und muss dabei bis 2050 CO2-neutral sein.

Bild: © Industrieblick/stock.adobe.com

Trotz gestiegener Netzentgelte und Umlagen ist der durchschnittliche Preis für Industriestrom im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 Prozent gesunken, es handelt sich um den ersten Rückgang seit 2016. Das zeigt der halbjährlich publizierte Preisvergleich des Bundesverbands der Energieabnehmer (VEA). Grund sind die deutlich zurückgegangenen Großhandelspreise in Folge der Corona-Pandemie.

Preisunterschiede zwischen Ost und West nehmen ab

In den alten Bundesländern zahlen laut der Auswertung Stromkunden nun durchschnittlich 15,76 Ct/kWh, in den neuen Bundesländern liegt der Preis im Mittel bei 16,09 Ct/kWh und somit um 2,1 Prozent bzw. 0,33 Ct/kWh höher. "Die Preisunterschiede für Strom zwischen Ost und West haben im Verlauf der letzten Jahre abgenommen, sind aber nach wie vor vorhanden", erklärte Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA.

Große Preisunterschiede

Die Differenz zwischen dem teuersten und dem günstigsten Netzanbieter soll laut aktuellem Preisvergleich über 26 Prozent bzw. 3,77 Ct/kWh betragen. Teuerster Anbieter ist gemäß der Auswertung Schleswig-Holstein Netz mit 17,94 Ct/kWh, den günstigsten Strom erhalten Kunden der Stadtwerke Kiel Netz mit 14,17 Ct/kW. Auch der größte Preisnachlass um 8,7 Prozent sei bei den Stadtwerken Kiel Netz feststellbar – gleichauf mit den Stadtwerken Rostock, heißt es weiter.

Vergleich deckt Großteil des Stromnetzes ab

Die geringsten Preissenkungen seien bei der energis Netz­gesellschaft aus Saarbrücken um lediglich 1,9 Prozent und bei der Enervie Vernetzt mit Sitz in Hagen um 2,9 Prozent erfolgt. Der halbjährlich erscheinende VEA-Preisvergleich deckt einen erheblicher Teil des deutschen Stromnetzes ab. Der VEA ist nach eigenen Angaben mit 4.500 Mitgliedsunternehmen der bedeutendste Energiedienstleister für die energieintensive, mittelständische Wirtschaft. (hoe)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper