Mit der neuen Immobiliengesellschaft will Stadtwerke-Chef Dieter Lindauer mehr Möglichkeiten bei der Planung und Lerneffekte erhöhen.

Mit der neuen Immobiliengesellschaft will Stadtwerke-Chef Dieter Lindauer mehr Möglichkeiten bei der Planung und Lerneffekte erhöhen.

Bild: © Stadtwerke Neustadt am Rübenberge/Jesse Wiebe

Vom Glasfaserausbau sowie den eigenen - vertrieb mit einem dazugehörigen Gigabitprodukt, der Digitalisierungsinitiative "Leinex.digital" oder der eigenen Immobiliengesellschaft "Rouvenwerk": Die Stadtwerke Neustadt am Rübenberge bespielen viele Themen. Sie "überfrachten" sich dabei aber nicht, ist sich der Stadtwerke-Chef Dieter Lindauer sicher.

Die Stadtwerke in Zahlen (ohne Konzern und LeineNetz; Durchschnitt der letzten fünf Jahre)

Umsatz65,2 Mio. Euro
Gewinn4,4 Mio. Euro
Mitarbeiterzahlrund 120
Stromkundenrund 25.000
Gaskundenrund 20.000
Wasserkundenrund 7.000

Für den Betriebswirt ergeben sich die Ausgründungen und Projekte des vergangenen Jahres aus einem "günstigen Zeitfenster", dem Handlungsdruck und der strategischen Neuausrichtung einzelner Geschäftsfelder. So verbucht das Unternehmen das Kalte-Nahwärme-Projekt "Hüttengelände" als vollen Erfolg (mehr dazu in der ZfK-Ausgabe 08/2020). Die neugegründete Immobiliengesellschaft Rouvenwerk knüpft deshalb daran an.

Mehr zu den wirtschaftlichen Kreisläufen und strategischen Weichen der Stadtwerke Neustadt lesen Sie in der ZfK-Ausgabe, die am Montag, den 08.02, erscheint.

Erweiterung des Portfolios

"Wir verlängern die Wertschöpfungskette und bauen mit unserer Immobiliengesellschaft zwei Wohnhäuser", erläutert Lindauer. Insgesamt entstehen dadurch 24 Wohneinheiten. Diese wollen die Stadtwerke jedoch dieses Mal vermieten, anstatt sie zu verkaufen. Langfristig soll das Portfolio damit breiter werden. Die neugegründete Gesellschaft dient künftig vor allem der Grundstückserschließung und -entwicklung. "Weil der Gesellschaftszweck weiter gefasst ist, besitzen wir mehr Spielräume in der Quartierentwicklung und auch in der Kalkulation", so Lindauer.

Durch die Rouvenwerk Immobiliengesellschaft wird eine Mischkalkulation möglich. Selbst wenn sich ein regeneratives Energiekonzept gerade noch rechne, könnten die Margen bei der Grundstückserschließung das Gesamtergebnis nach oben ziehen. Außerdem kommen die Prozesse aus einer Hand, was weniger Abstimmung erfordert. Auch sei die Mischkalkulation hilfreich, um finanzielle Risiken beim Pilotieren mit unterschiedlichen Technologien aufzufangen. Bei der Erschließung und Entwicklung von Quartieren bedient das Unternehmen das gesamte Leistungsportfolio und greift wiederum unter anderem auf eigene Tochtergesellschaften zurück, um Wohnhäuser zu bauen, öffentliche und private Ladeinfrastruktur zu errichten und erneuerbare Energien wie PV-Anlagen zu realisieren.  (gun)

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