Der Energiekonzern RWE will im Zuge des Kohleausstiegs zuerst den Block D im Braunkohlekraftwerk Niederaußem im Rheinischen Revier außer Betrieb nehmen. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit und widersprach damit der Stilllegungsliste im Referentenentwurf des Kohleausstiegsgesetzes.
In dem Entwurf wird der Kraftwerksblock Weisweiler E als erste abzuschaltende Braunkohleanlage aufgeführt. Laut RWE soll der 300-Megawatt-Block Niederaußem D zum 31. Dezember 2020 endgültig stillgelegt werden. Das Bundeswirtschaftsministerium räumte den Fehler ein und kündigte an, die Liste auszutauschen und zu überarbeiten.
Der Ausstiegs-Fahrplan der RWE
Der Fahrplan für den Kohleausstieg sieht vor, dass RWE in diesem Jahr den ersten 300-Megawatt-Block vom Netz nimmt. Im kommenden Jahr folgen weitere drei 300-Megawatt-Anlagen, 2022 legt RWE dann drei Kraftwerksblöcke still. Die drei großen 1000-Megawatt-Blöcke in Niederaußem und Neurath sollen bis Ende 2038 laufen. Dann soll spätestens der Kohleausstieg erreicht sein. (dpa/hoe)



