"Die Energiewende ist keine Einzelveranstaltung, sondern muss lokal gelingen", so Zimmer gegenüber der ZfK. Deshalb lege man unter anderem bei Wind- und Solarprojekten sehr großen Wert auf die Beteiligung von Kommunen, Stadtwerken, Bürgern und Genossenschaften. "Diese Linie wollen wir weiterfahren und ausbauen", betont Zimmer. Gerade auch angesichts von Anwohnerprotesten gegen neue Windparks in etlichen Regionen würden kommunale Kooperationen und "Benefit-Sharing" in der Fläche noch wichtiger.
Ausbauen will die EnBW auch Betreibermodelle. "Wir haben auch schon immer gesagt, dass wir nicht jedes Windrad selbst besitzen müssen, wir betreiben es auch für Dritte, beispielsweise Kommunen", so Zimmer. "Dezentrale Lösungen spielen künftig eine immer größere Rolle", so der EnBW-Technikchef. Umso wichtiger sei die aktive Zusammenarbeit mit Akteuren in den Regionen.
Entscheidende Rolle einer Innovations- und Start-up-Kultur
Zimmer unterstreicht die entscheidende Rolle einer Innovations- und Start-up-Kultur, welche sich das Unternehmen seit einigen Jahren auf die Fahne geschrieben hat. Seit 2014 betreibt EnBW deshalb am Karlsruher Rheinhafen einen Innovationscampus, der auch als Anlaufstelle für Kunden dient und schon zahlreiche neue Produkte und Ausgründungen wie Smight (multifunktionale Straßenlampen und Elektroladesäulen) oder Energy Base (intelligentes Energiemanagementsystem) auf den Weg gebracht hat. "Zudem generieren wir so auch ständig Innovationen in unseren Fachbereichen", so Zimmer.
Auch durch gezielte Übernahmen, wie beispielsweise des Leipziger Speicherherstellers Senec im März 2018, soll das eigene Sortiment für dezentrale Lösungen sukzessive ausgebaut werden. (hcn)
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Mehr zur Strategie der EnBW, zum Engagement im Bereich Erneuerbare sowie der Einschätzung eines "Fuel Switches" von Kohle auf Gas lesen Sie im Interview mit Hans-Josef Zimmer in der aktuellen November-Ausgabe der ZfK.



