Der Abschluss hat eine Laufzeit von 21 Monaten bis Ende 2024. Laut IG BCE und Verdi gilt er für über 30.000 Beschäftigte von Eon und der zum Konzern gehörenden Unternehmen Westenergie, Bayernwerk, Avacon, AVU, PreussenElektra, Edis und EnviaM. Außerdem für den Übertragungsnetzbetreiber Tennet, der früher zum Eon-Konzern gehörte. Die Einigung wurde in der dritten Verhandlungsrunde erzielt.
Das Verhandlungsergebnis beinhaltet laut Verdi folgende Regelungen:
- 10,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 21 Monaten (6 Prozent ab 1. April 2023 für 15 Monate und weitere 4,5 Prozent ab 1. Juli 2024 für 6 Monate).
- Auszubildende erhalten 250 Euro mehr (180 Euro ab 1. April 2023 und 70 Euro ab 1. Juli 2024)
- Unbefristete Übernahme aller Auszubildenden bis 2026
- Einmalzahlung 3.000 Euro Inflationsausgleichsprämie für alle Beschäftigten (voller Betrag auch für Beschäftigte in Voll-/Teil-/Elternzeit, wenn zum 31. Mai 2023 ein Arbeitsverhältnis besteht)
- 70 Prozent und damit 2.100 Euro der Einmalzahlung für Azubis
- Zwei bezahlte Freistellungstage für Weiterbildungsmaßnahmen für Gewerkschaftsmitglieder
Verdi zufrieden mit Regelungen für Auszubildende
„Der Druck, den wir in der Warnstreikwelle der vergangenen Tage gemeinsam aufgebaut haben, hat Wirkung gezeigt. Das ist ein starkes Ergebnis und ein Erfolg für alle Beschäftigten“, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Stefan Najda. Besonders zufrieden zeigte sich der Gewerkschafter mit dem für die Auszubildenden erzielten Verhandlungsergebnis. „Unbefristete Übernahme und deutlich mehr Geld in der Tasche, das kann sich sehen lassen“, so Najda. (hil)
