Die Leipziger Gruppe hat das Jahr 2025 mit einem Gewinn in Höhe von 32,7 Millionen Euro abgeschlossen. Das sind 6,5 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Das operative Ergebnis des Konzerns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag 2025 bei 313,1 Millionen Euro (2024: 322,4 Millionen Euro).
Der Umsatz ging deutlich von 2,65 auf 2,35 Milliarden Euro zurück. Das führt das Unternehmen auf sinkende Preise an den Energiehandelsbörsen zurück. Dies sei Teil der allgemeinen Normalisierung am Energiemarkt nach den turbulenten Jahren, so Volkmar Müller, Kaufmännischer Geschäftsführer der Leipziger Gruppe.
Höhere Investitionen
Bei den Investitionen legte der Konzern hingegen deutlich zu: 374 Millionen Euro setzte der kommunale Unternehmensverbund in den Geschäftsfeldern Energie, Mobilität und Wasser ein (2024: 331 Millionen Euro). Mit seinen Investitionen habe der Konzern Leipzigs Infrastruktur weiter gestärkt, teilte das Unternehmen mit.
Einen wichtigen Investitionsschwerpunkt bildet in Leipzig der Wärmesektor. "Mit der begonnenen Wärmewende haben wir die nächste große Etappe eingeleitet, um Leipzigs Lebensqualität noch weiter zu steigern und wichtige Beiträge für unsere Klimaschutzziele umzusetzen", sagte Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Aufsichtsratsvorsitzender der Leipziger Gruppe.
Die Stadtwerke positionieren sich dabei als Treiber der Energie- und Wärmewende, unter anderem mit erweiterten PV-Flächen, neuen E-Ladestationen und der Solarthermie Leipzig West, die seit diesem Sommer grüne Fernwärme einspeist.
Trotz "herausfordernder und hochvolatiler" Rahmenbedingungen habe die Leipziger Gruppe Versorgungssicherheit in Energie, Mobilität und Wasser gewährleistet, betonte Karsten Rogall, Sprecher der Geschäftsführung. Gleichzeitig sei der Konzern weitergewachsen: Rund 5500 Beschäftigte waren 2025 für die Unternehmen tätig (Vorjahr: rund 5300).
Steigende Fahrgastzahlen
Im Mobilitätsbereich meldeten die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) ein Rekordniveau: Die Fahrgastzahlen stiegen auf 171,2 Millionen (2024: 166,9 Millionen), die Zahl der Abo-Kunden legte um drei Prozent auf gut 220.000 zu. Den Investitionsschwerpunkt bildeten neue E-Busse, Ladeinfrastruktur sowie der Erhalt und die Modernisierung von Anlagen und Netzen.
Auch in den anderen Geschäftsfeldern hat die Leipziger Gruppe zentrale Punkte vorangetrieben. Bei den Wasserwerken sei beispielsweise der Ausbau des Klärwerks Rosental gestartet – die größte Einzelinvestition in der Geschichte der Leipziger Wasserwerke.