Das Startup Installion wurde 2019 gegründet und setzt über seine digitale Plattform Montagearbeiten von Photovoltaiksystemen, E-Ladeboxen und Speichern um.

Das Startup Installion wurde 2019 gegründet und setzt über seine digitale Plattform Montagearbeiten von Photovoltaiksystemen, E-Ladeboxen und Speichern um.

Bild: © Installion

Wichtiger Akquiseerfolg für den Ökostromanbieter Lichtblick: Durch den Erwerb des Kölner Energie-Startups Installion GmbH kann der Energieversorger künftig auf umfassende Montage- und Installationskapazitäten zurückgreifen und stärkt dadurch seine Position beim Ausbau der Energiewende und dem entsprechenden Verkauf von Energiedienstleistungen deutlich. Laut Handelsblatt liegt der Kaufpreis im mittleren zweistelligen Millionenbereich.

Installion betreibt bundesweit an 12 Standorten Montage-Hubs mit eigenen Handwerkertrupps zur Installation von Photovoltaikanlagen, Heimspeichern und Wallboxen und arbeitete in den vergangenen Jahren mit einem Dutzend großer Energieversorger zusammen, darunter Eon, Vattenfall, Enercity, EnBW und Lichtblick. Zum Geschäftsmodell des Kölner Startups mit seinen insgesamt 160 Mitarbeitenden zählt auch eine digitale Plattform zur Vermittlung von Montageaufträgen und das digitale Projektmanagement zwischen Auftraggebern und ausführenden Handwerkern.

„Ein leistungsfähiges Fachkräfte-Netzwerk ist der wichtigste strategische Baustein, damit wir die steigende Nachfrage nach Solaranlagen, Heimspeichern und Wallboxen decken können. Klimafreundliche und dezentrale Energielösungen sind ein großer Wachstumsmarkt“, erklärte Lichtblick-CEO Constantin Eis.

"Zentraler Baustein, um Geschäftsfeld Prosumer zügig aufzubauen"

Die Monteure von Installion übernehmen laut Pressemitteilung künftig bundesweit Planung, Einbau und Wartung des Lichtblick SolarPakets. Dieses Komplettangebot befindet sich gerade im Markthochlauf. Es besteht aus  Photovoltaikanlage, Heimspeicher, Wallbox und Home Energy Management System. Dank der sogenannten StromWallet können Kund*innen nach Angaben des Unternehmens 100 Prozent ihres selbst erzeugten Stroms ohne Zusatzkosten nutzen. Die Lichtblick Tochter ison entwickle zudem ein virtuelles Kraftwerk, von dem künftig alle Solarkund*innen von Lichtblick profitieren könnten

Man wolle mit dem Kauf von Installion die Ausbaugeschwindigkeit erhöhen, um bundesweit mehr Kund*innnen bedienen zu können und Wartezeiten zwischen Vertragsabschluss und Installation zu verkürzen, ergänzte ein Lichtblick-Sprecher auf ZfK-Anfrage. "Die Akquisition ist ein zentraler strategischer Baustein, um das Geschäftsfeld Prosumer zügig aufbauen zu können".

Die Handwerker-Plattform ist nach wie vor für alle offen

Unklarheit herrschte gestern zeitweilig darüber, in welcher Form Installion künftig mit seinen bisherigen Geschäftspartnern zusammenarbeiten werde oder, ob diese dann mehr oder weniger außen vor seien. „Unsere Montagekapazitäten, die wir selber zur Verfügung stellen für den gesamten Markt sind bis auf weiteres vollständig durch unseren neuen Eigentümer ausgelastet“, stellte Installion-CEO Florian Meyer-Delpho auf ZfK-Anfrage klar. Auf der Plattform des Startups  hingegen könne sich nach wie vor jeder melden, der Installateure benötige. Hier liegt die Wartezeit mittlerweile aber auch oftmals bei einigen Monaten.

"Lichtblick passt von der Unternehmenskultur und der konsequent grünen Ausrichtung her sehr gut zu uns. Für Lichtblick sind wir ein wichtiges strategisches Puzzlestück, weil sie noch keine eigenen Montagekapazitäten aufgebaut hatten“, so Meyer-Delpho weiter. Das sei beispielsweise einer der Unterschiede, warum Installion etwa für eine  Enercity vielleicht weniger interessant gewesen sei. Enercity habe bereits in viel größerem Umfang eigene Montagekapazitäten aufgebaut.  (hoe)

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