Blick auf den N-Ergie-Kraftwerksstandort Sandreuth in Nürnberg.

Blick auf den N-Ergie-Kraftwerksstandort Sandreuth in Nürnberg.

Bild: © N-Ergie

Der Nürnberger Versorger N-Ergie senkt seine Fernwärmepreise zu Beginn der Heizperiode deutlich. Im Durchschnitt soll es ab 1. Oktober um 31 Prozent nach unten gehen, teilte das Kommunalunternehmen mit.

Während die Grundpreise im Standardprodukt N-Ergie Wärme moderat gestiegen seien, sei der Arbeitspreis infolge gesunkener Erzeugungspreise um 37 Prozent gefallen, erläutert der Versorger. Verrechnungspreise und Umlagenpreise seien stabil geblieben.

Fernwärme noch überwiegend aus Erdgas

Laut Transparenzplattform berechnete N-Ergie zuletzt Fernwärmekunden mit einem Jahresverbrauch von 27.000 Kilowattstunden (kWh) rund 20 Cent pro kWh. Das Unternehmen bewegte sich damit preislich im Mittelfeld. Der niedrigste gelistete Fernwärmepreis lag bei 8 Cent pro kWh, der höchste bei 40 Cent.

Noch erzeugt N-Ergie seine Fernwärme überwiegend aus Erdgas. Zu nennen ist hier insbesondere das Heizkraftwerk Sandreuth,  das aus einer erdgasbefeuerten Gas-und-Dampfturbinen-Anlage sowie einem Biomasse-Heizkraftwerk besteht.

Bis 2035 klimaneutrale Fernwärme

Seit dem Höhepunkt der Energiekrise im Sommer 2022 sind die Gasgroßhandelspreise stark gefallen. Da die Fernwärmepreise aus regulatorischen Gründen prinzipiell nachlaufen, kommt die Entlastung verzögert bei Kunden an.

Nach N-Ergie-Angaben stammen schon heute mehr als 30 Prozent der Fernwärme aus nicht-fossilen Quellen. Der Versorger will die für Nürnberg benötigte Fernwärmemenge 2035 komplett klimaneutral erzeugen. (aba)

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