Das Tochterunternehmen von Shell und Direktvermakter Next Kraftwerke hat die Bilanzkreisverantwortung für den PV-Park Witznitz in Sachsen übernommen. Der Spezialist für Kurzfrist-Trading ist künftig auch für die Direktvermarktung des Großteils des dort erzeugten Stroms zuständig. Damit baut Next Kraftwerke seine Position als größter PV-Direktvermarkter in Deutschland weiter aus, wie das Kölner Unternehmen mitteilt.
Next Kraftwerke ist nach eigenen Angaben aktuell mit einem PV-Anteil von mehr als 6000 MW der größte Direktvermarkter für PV-Strom in Deutschland. Der Stromhändler sieht seine Expertise vor allem bei der Platzierung von Solarstrom auf dem Day-Ahead- und Intraday-Markt.
Auf ehemaligen Tagebau
Als Bilanzkreisverantwortlicher (BKV) ist Next Kraftwerke künftig zudem für Abregelungs-, Dispatch- und Redispatch-Maßnahmen zuständig. Auch soll Next Kraftwerke ein enges Monitoring und eine kontinuierliche Steuerung des PV-Parks sicherstellen, um unvorhergesehene Ereignisse schnell zu identifizieren und den PV-Park entsprechend steuern zu können, heißt es.
Der Energiepark Witznitz produziert seit Ende 2023 Strom. Der PV-Park wurde ohne staatliche Zuwendung auf einem ehemaligen Braunkohleabbaugebiet entwickelt und errichtet.
Über 600 MW
"Dies zeigt einmal mehr, wie wettbewerbsfähig PV-Anlagen mittlerweile auf den Strommärkten sind und dass sich eine Investition lohnt", wird Hendrik Sämisch, CEO von Next Kraftwerke, in einer Presseaussendung zitiert.
Der Standort in Mitteldeutschland zählt demnach mit seiner Gesamtleistung von über 600 MW zu den größten Solarparks Europas. (jk)
