Die Lichtblick-Zentrale in Hamburg

Die Lichtblick-Zentrale in Hamburg

Bild: © Lichtblick

Der Hamburger Öko-Energieversorger Lichtblick strebt gemeinsam mit der niederländischen Mutter Eneco bis spätestens 2035 vollständige Klimaneutralität in der gesamten Lieferkette an. Dazu gehöre, dass Lichtblick bis dahin schrittweise aus dem Geschäft mit Gas aussteige, kündigte das Unternehmen am Dienstag an. Zudem will das Unternehmen Investitionen in eigene Stromerzeugung aus regenerativen Quellen forcieren.

Klimaneutralität bedeutet aus Sicht von Lichtblick, dass die verkaufte Energie auf längere Sicht nicht nur beim Verbrauch frei von klimaschädlichen Emissionen ist. Das sei bei Haushaltsstrom und Wärmestrom aus Verbrauchersicht zwar schon jetzt der Fall. «Aber sowohl beim Transport durch die Netze als auch beim Bau und Betrieb fallen Klimagase an.» Das Unternehmen gibt diese für 2021 in Summe mit 150.218 Tonnen CO2 an.

 

Lichtblick will langfristig ganz aus Gasgeschäft aussteigen

Das unter dem Produktnamen «Ökogas» vertriebene Gas ist nach Lichtblick-Angaben aus Kundensicht weitgehend nur dadurch klimaneutral, dass im Gegenzug Emissionszertifikate zur Kompensation gekauft würden. Gleichwohl fielen bei der Nutzung des Gases im vergangenen Jahr 414 397 Tonnen CO2 an.

Um gegenzusteuern, will Lichtblick zunächst den Einsatz von Biogas forcieren sowie Gaskunden dazu bewegen, auf Heizstrom aus erneuerbaren Quellen umzusteigen. Auf längere Sicht soll das Gasgeschäft ganz eingestellt werden. (dpa/hoe)

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